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Die Märkte sind effizient

Geld Die Hypothese vom effizienten Geldmarkt sei für manche Ökonomen das «einzige universelle Gesetz» in der Ökonomie, so Jean-Charles Rochet, Wirtschaftsprofessor an der Universität Zürich. Auf dieser Hypothese fusst die Zinsparitätentheorie, wie sie der britische Ökonom John Maynard Keynes schon vor hundert Jahren dargestellt hatte.

Nach der Theorie sorgen Anleger dafür, dass sich die Zins­sätze für kurzfristige Gelder zwischen den Währungsräumen nie auseinanderentwickeln. Differenzen ergeben sich allein durch erwartete Wechselkursveränderungen. Die Theorie ist durch die Praxis an den Finanzmärkten bestätigt worden. Doch während der Finanzkrise hielt auch diese Festung der Wissenschaft dem Sturm in den Märkten nicht stand. Während die Finanzmarktakteure ihre Zinsarbitrage in normalen Zeiten vorwiegend mit Fremdkapital durchführen können, war in der Finanzkrise vor allem Eigenkapital gefragt. Weil aber in jenen Zeiten jedermann eifersüchtig auf seinem Kapital sitzen blieb, fielen die Arbitragegeschäfte aus. Das Gesetz der absolut effizienten Geldmärkte war widerlegt. Das sei kein Grund, die Modelle zurückzuweisen, schreibt Rochet. Vielmehr sollte die Erkenntnis Ermutigung sein, neue, vielleicht etwas weniger elegante, dafür robustere Modelle zu entwickeln. (dz)

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