WEF 2017

Die USA gelten als Markt Nummer 1

Eine neue Studie zeigt: Die Konzernchefs blicken zuversichtlich in die Zukunft.

Roman Seiler
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Wirtschaftsführer sind überraschend optimistisch,laut dem Beratungsunternehmen PwC.

Wirtschaftsführer sind überraschend optimistisch,laut dem Beratungsunternehmen PwC.

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Trotz hohen Bedenken über politische und ökonomische Unsicherheiten: Wirtschaftsführer sind überraschend optimistisch, schreibt das Beratungsunternehmen PwC. Das geht aus der gestern in Davos am Rand des World Economic Forum präsentierten Befragung von 1379 Konzernchefs aus 79 Ländern hervor. Sie sind überwiegend zuversichtlich, dass ihre Umsätze in den nächsten drei Jahren ansteigen werden, 51 Prozent gar sehr zuversichtlich. Mit 38 Prozent ein bisschen weniger sind sie es in Bezug auf die kommenden 12 Monate.

Auch in der Schweiz blicken die meisten der befragten CEOs zuversichtlich in die Zukunft. 34 Prozent sind gar sehr zuversichtlich, dass ihre Einnahmen im kommenden, respektive in den kommenden drei Jahren höher ausfallen werden. Dennoch planen drei von vier Schweizer Firmenchefs Massnahmen zur Kostensenkung.

Schwellenländer sind Verlierer

Stark verändert hat sich die Einschätzung der CEOs bezüglich Märkte mit hohen Wachstumschancen:

Vor 20 Jahren waren dies gemäss der damals ersten PwC-Befragung Schwellenländer. Aktuell sind die USA für 43 Prozent der Konzernchefs aus aller Welt wieder das Land, in dem sie die grössten Wachstumschancen orten. Dann folgen China mit 33 Prozent, Deutschland mit 17 und Grossbritannien mit 15 Prozent. Länder wie Brasilien und Indien sind nun noch für je sieben Prozent der CEOs Länder mit Wachstumschancen.

2011 lagen die USA mit 21 Prozent der Nennungen auf Platz 2. China führte die Rangliste mit 39 Prozent an. Dahinter belegte Brasilien mit 19 Prozent Rang 3 – vor Indien mit 18 Prozent. Erst dann folgten Deutschland und Russland.

Für 62 Prozent der Schweizer CEOs bleibt Deutschland das Land mit den grössten Wachstumschancen. Dahinter folgen die USA mit 52 Prozent und China mit 34 Prozent der Nennungen.

Inwieweit der neue US-Präsident Donald Trump Hoffnungen auf bessere Marktchancen beflügelt, geht aus der Umfrage nicht hervor. Bekanntlich will er den US-Markt eher abschotten. Auch daher befürchten gegen 60 Prozent der CEOs, dass protektionistische Massnahmen sich für ihre Firmen wachstumshemmend auswirken könnten. Die Globalisierung kommt zunehmend unter Druck. Mittlerweile räumen 44 Prozent der CEOs ein, dass sie nicht dazu beigetragen hat, die sozialen Ungleichgewichte zwischen Armen und Reichen zu verringern.