Die Verkaufsautomaten taumeln: Wie Selecta aus der Krise kommen will

Der Automatenhersteller Selecta mit Sitz in Cham muss nicht nur einen Schuldenberg abbauen, sondern leidet wegen Corona auch unter fehlenden Einnahmen. Der Konzern setzt nun auf einen drastischen Sparkurs.

Christopher Gilb
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Selecta-Automat an einem Schweizer Bahnhof: Wegen ausbleibender Pendler sank die Auslastung der Geräte deutlich.

Selecta-Automat an einem Schweizer Bahnhof: Wegen ausbleibender Pendler sank die Auslastung der Geräte deutlich.

Symbolbild: Keystone

Sie sind von Bahnhöfen nicht wegzudenken: die rot-weissen Automaten mit dem Selecta-Logo. Doch das Ausbleiben der Zugpassagiere sowie die fehlende Frequenz bei den Automaten in Büros durch die Coronakrise haben dem Konzern stark zugesetzt. Von April bis Juni halbierte sich der Umsatz beinahe auf 212,8 Millionen Euro nach 403,6 Millionen im Vorjahresquartal. Der Reinverlust vergrösserte sich im zweiten Quartal gar auf 50,5 Millionen Euro. Das sind 30 Millionen mehr Verlust als vor einem Jahr, wie Selecta Ende August mitgeteilt hatte. Doch der Umsatzrückgang ist nicht alles: Schwer drückt auch ein Schuldenberg von 1,7 Milliarden Franken, der jedes Jahr 110 Millionen an Zinszahlungen abverlangt.

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