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DIERIKON: Komax wächst und erhöht Forschungsausgaben

Komax steigerte im letzten Jahr den Umsatz um fast 10 Prozent. Der Betriebsgewinn stieg aber nur minim. Ursache für die Gewinnstagnation sind deutlich mehr Investitionen in die Entwicklung und Forschung.
Maschinentester bei der Arbeit: ein Blick in das Innere des Dierikoner Unternehmens Komax. (Bild: Corinne Glanzmann (26. Januar 2017))

Maschinentester bei der Arbeit: ein Blick in das Innere des Dierikoner Unternehmens Komax. (Bild: Corinne Glanzmann (26. Januar 2017))

Rainer Rickenbach

Das weltweite Autogeschäft wächst im Jahr um 4 bis 6 Prozent. Das Dierikoner Unternehmen Komax, das die Autoindus­trie rund um den Globus mit Maschinen für die Kabelverarbeitung beliefert, wuchs im vergangenen Jahr um 9,6 Prozent. «Es war ein bewegtes Jahr, in dem wir Marktanteile gewonnen haben», bilanzierte Komax-Chef Matijas Meyer gestern an der Bilanzmedienkonferenz des börsenkotierten Unternehmens.

Meyer hat bestimmt nicht übertrieben. Komax gelang es 2017, im Luft- und Raumfahrtgeschäft Fuss zu fassen, die globale Präsenz auszubauen, und der Bestellungseingang wuchs um mehr als ein Fünftel auf 449,7 Millionen Franken. Das beeindruckt die Marktbeobachter der Banken. «Komax kann ein sehr starkes Wachstumprofil vorweisen. Das Unternehmen wächst auf einem strukturell wachsenden Markt unverhältnismässig stark», schreibt zum Beispiel der Analyst von der Bank Vontobel.

Fokus auf Elektromodelle und selbstfahrende Autos

Der Betriebsgewinn für 2017 beziffert sich auf 55,1 Millionen Franken und liegt damit minim unter dem Vorjahresniveau. Dass er mit dem Umsatzwachstum nicht Schritt hielt, hat die Ursache in den längerfristigen Zielen des Herstellers des Maschinenbauers. «Die Autobranche befindet sich im Umbruch. In wenigen Jahren stehen automatisch fahrende Autos und Elektromodelle im Vordergrund. Die Vorlaufzeit dafür beträgt drei bis vier Jahre. Wir haben begonnen, uns darauf vorzubereiten. Darum investierte Komax 36,7 Millionen Franken in Forschung und Entwicklung», erklärte Meyer. Das sind 7,6 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Rund 200 Mitarbeitende forschen und entwickeln bei der Unternehmensgruppe. Hinzu kommen 170 Personen, die im Engineering an kundenspezifischen Lösungen arbeiten. Von den neuen Entwicklungen in der Automobilbranche verspricht sich Meyer ein anhaltend starkes Wachstum im Kabelmaschinen-Nischenmarkt, in dem Komax unbestritten globaler Leader ist.

Die Firmenführung muss das stürmische Wachstum freilich sorgfältig managen, damit das Unternehmen nicht an seine Grenzen stösst. In Dierikon wird zurzeit das Firmengebäude um mehr als 20'000 Quadratmeter ausgebaut, die neuen Flächen werden in zwei Jahren bezugsbereit sein. Auch die Tochtergesellschaften in Deutschland und in der Nähe von Budapest erhalten mehr Platz. Der Expansion sind gemäss Meyer aber nicht nur aus räumlichen Gründen natürliche Limiten gesetzt. «Die Erfahrung zeigt, dass wir 8 bis 10 Prozent Wachstum gut verkraften. Wird es mehr, besteht aber die Gefahr, dass die Qualität darunter leidet», so der Komax-Chef.

Komax nähert sich den Zielen

Die Komax-Führung hatte sich vor zwei Jahren vorgenommen, bis ins Jahr 2021 einen Umsatz von 500 bis 600 Millionen Franken und einen Betriebsgewinn von jährlich 80 bis 100 Millionen Franken zu erreichen. Daran hält sie fest. Mit Blick auf das bisher Erreichte und die robust wachsende Automobilindustrie dürften diese Marken realistisch sein.

An der Generalversammlung vom 19. April schlägt der Verwaltungsrat eine unveränderte Dividendenausschüttung vor. Die Aktie legte an der Börse leicht um 0,74 Prozent zu.

Bild: PD/Luzerner Zeitung

Bild: PD/Luzerner Zeitung

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