Geldspielgesetz
Diese 9 Fakten müssen Sie über Lotterien und Casinos wissen

Am 10. Juni entscheidet das Stimmvolk, ob Online-Geldspiele erlaubt werden. Anbieten dürfen diese jedoch nur Schweizer Spielbanken mit staatlicher Konzession. Der Zugang zu nicht bewilligten ausländischen Online-Geldspielen soll gesperrt werden. Bald kommt das Geldspielgesetz an die Urne – das sind die wichtigsten Fakten über Lotterien und Casinos

Sven Altermatt
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Wie viel Geld verzocken die Schweizer bei Glücksspielen?

Wie viel Geld verzocken die Schweizer bei Glücksspielen?

Keystone

Es ist um einiges wahrscheinlicher, vom Blitz erschlagen zu werden (1 zu 20 Millionen), als den ganz grossen Jackpot im Lotto zu knacken (1 zu 31 Millionen). Dennoch geben Hunderttausende Menschen jede Woche ihre Spielscheine für das Schweizer Zahlenlotto ab; dennoch hoffen auch die Besucher von Casinos unermüdlich auf den Zufall.

Doch wie viel Geld verzocken die Schweizer bei Glücksspielen? Und was passiert mit den ganzen Einnahmen? Diese Fragen stellen sich in der Debatte um das Geldspielgesetz – egal, wie man dazu steht. Am 10. Juni kommt die Vorlage an die Urne. Die wichtigsten Fakten zum Milliardenmarkt der Geldspiele:

  1. Lotterien, Glücksspiellose und Sportwetten können in der Schweiz nur von Swisslos und der Loterie Romande angeboten werden. Das Monopol gilt auch für das Internet. 2016 erreichte der Umsatz von bewilligten Lotterien und Wetten einen neuen Rekord: Die Ausgaben dafür stiegen um mehr als acht Prozent.
  2. Im Schnitt verzockte jeder Einwohner rund 354 Franken; 23 Franken mehr als 2015. Die Zahlenlottos «Swiss Lotto» und «Euro Millions» sind nach wie vor die ertragsstärksten Spiele. Sie erzielten fast die Hälfte des Umsatzes.
  3. 1,98 Milliarden Franken oder zwei Drittel der Einsätze von Lotterien, Losen und Sportwetten flossen in Form von Gewinnen an die Spieler zurück. Pro Kopf der Bevölkerung machte das 236 Franken.

Grafik: Marco Tancredi/Quellen: Swisslos, Kantone, Schweizer Casinoverband, Universität Bern, LZ