Finanzkräftig

Diese Interessengruppen haben besonders viel Geld in der Tasche

Der Touring Club Schweiz, die Unia und der WWF: Das sind die Verbände und Interessengruppen, die jährlich am meisten Geld ausgeben. Auch der Umweltverband Greenpeace hat volle Tasche für Kampagnen.

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Keystone

In der Schweiz gibt es eine besonders potente Geldmaschine: Der Touring Club Schweiz (TCS). Jährlich gibt der Verband, der in vielen Belangen eher einem Unternehmen gleicht, rund 250 Millionen Franken aus. Dies zeigt eine Statistik in der aktuellen Ausgabe der «Weltwoche».

Umweltlobbys mit viel Geld

Auch die Gewerkschaft Unia besitzt eine starke Finanzkraft. Rund 41 Millionen Franken betragen die Ausgaben pro Jahr. Mit rund 900 000 Franken hat die Unia dieses Jahr Abstimmungskämpfe gegen den Rentenklau und die Revision der Arbeitslosenversicherung unterstützt.

Über viel Geld verfügen auch die Umweltlobbys, allen voran WWF und Greenpeace. Beide Verbände leben hauptsächlich von Mitgliederbeiträgen und Spenden. Während Greenpeace 2009 einen leichten Einnahmerückgang hinnehmen musste, sammelte der WWF 28 Prozent mehr Geld als im Vorjahr - 47 Millionen Franken. Greenpeace gab für nationale Kampagnen mehr als 11 Millionen Franken aus. Dabei ging es unter anderem um den kampf gegen neue Atomkraftwerke und die Gentechnologie.

Vogelschutz hat mehr Geld als Parteien

Ein anderes Schwergewicht ist der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse mit Gesamtausgaben von 18 Millionen Franken. Gut gebettet sind auch der Verband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH), der Bauernverband und der Schweizer Alpenclub (SAC).

Und sogar der Schweizer Vogelschutz hat mit 4,6 Millionen Franken ein grösseres Jahresbudget als alle politischen Parteien, die zwischen 2,5 Millionen (CVP) und 4,6 Millionen (SP) ausgeben. (jep)