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Dieser IT-Guru ist froh, dass Steve Jobs «weg» ist

Kaum sind die ersten Tränen der Apple-Gemeinschaft getrocknet, drescht ein bärtiger IT-Guru auf den verstorbenen Steve Jobs ein. Im Videointerview erklärt Richard Stallman, weshalb er nicht traurig ist, dass Appple-Gründer «weg» ist.

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Kaum eine Wortmeldung hat die Gemüter so erregt, wie ein paar Zeilen von Richard Stallman zum Tod von Steve Jobs. Der Gründer der Free Software Foundation schrieb in einem Blog, dass er zwar nicht über Jobs' Tod erfreut sei, sehr wohl aber über den Umstand, dass dieser nun «weg» sein. («I'm not glad he's dead, but I'm glad he's gone.»)

Gestern hielt Stallman an der ETH Zürich einen Vortrag über die digitale Gesellschaft. Im Video-Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone sagt er, dass Apple-Gründer Jobs den Computer «hässlicher und ungerechter» gemacht habe. Er habe die Leute dazu gebracht, dass sie die Produkte aus dem Hause Apple wegen ihres Stils anbeteten. «Diese Leute geben ihre Freiheit für Bequemlichkeit auf», sagt Stallman.

Stallman schrieb wegweisende Grundlagentexte zur Idee der Freien Software und war massgeblicher Autor der damit verbundenen Copyleft-Lizenzen.