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Tagblatt-Medien sind digital auf gutem Weg

Während die Printauflage des «St.Galler Tagblatts» abnimmt, tragen die Anstrengungen Früchte, Abonnenten für das digitale Angebot zu gewinnen.
Thomas Griesser Kym
Das Joint Venture zwischen den NZZ-Regionalmedien und den AZ Medien nimmt allmählich Gestalt an. (Bild: Ralph Ribi, 31. August 2018)

Das Joint Venture zwischen den NZZ-Regionalmedien und den AZ Medien nimmt allmählich Gestalt an. (Bild: Ralph Ribi, 31. August 2018)

Die verkaufte Printauflage des «St.Galler Tagblatts» und seiner Regionalausgaben beträgt dieses Jahr 98'846 Exemplare. Das sind 2,2 Prozent weniger als 2017, wie die Wemf AG für Werbemedienforschung in ihrer jüngsten Erhebung ermittelt hat. Bei der verbreiteten Auflage sind es 101'998 Stück. Die «Thurgauer Zeitung» als grösste Regionalausgabe zeigt minus 4 Prozent auf 28'905 verkaufte Exemplare.

Laut Christine Bolt, Leiterin Lesermarkt bei der St.Galler Tagblatt AG, sind die Einbussen zum grössten Teil strukturell bedingt: «Ältere Leser sterben weg, und jüngere kommen nicht in genügender Anzahl nach», sagt Bolt. «Der grösste Teil» der Abonnenten der Printausgaben der Tagblatt-Medien sei älter als 50 Jahre. Ergo seien die Jüngeren prozentual untervertreten.

Aber schnell muss es gehen

«Wir haben aber auch für Jüngere ein Produkt, und das ist digital», sagt Bolt. Dazu zählt einerseits das E-Paper der gedruckten Ausgabe und andererseits das neue Online-Angebot auf tagblatt.ch, das Mitte Mai lanciert worden ist. «Wir haben einen guten Start hingelegt», sagt Bolt. So habe man in den ersten paar Monaten «mehrere hundert» Digitalabos verkauft.

«Wir wissen, dass auch die Jüngeren ein Interesse an der Region und an fundierten Informationen darüber haben. Aber sie wollen diese rasch. Und das ist eben online und weniger im Print.» Generell stellt Bolt zudem fest, dass «die Zahlungsbereitschaft für Qualitätsjournalismus steigt».

Das Joint Venture rückt näher

Vom Rückgang der Auflagen der gedruckten Zeitungen ist die ganze Medienbranche im Land betroffen. «Dieser Trend hält an und wird sich wohl noch verschärfen», prognostiziert Bolt. Parallel dazu ist auch der Werbemarkt rückläufig. Um diese Entwicklungen zu kontern, treiben die Tagblatt-Medien die Digitalisierung weiter voran, und zur verstärkten Nutzung von Synergien wird per kommenden 1. Oktober das von der Wettbewerbskommission genehmigte Joint Venture CH Media operativ tätig. In dieses bringt die NZZ-Medien­gruppe ihre Regionalmedien um das «St.Galler Tagblatt» und die «Luzerner Zeitung» ein und der Aargauer Verleger Peter Wanner seine AZ Medien.

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