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Digitale Immobilienplattform Crowdhouse prüft Börsengang

Gemäss Verwaltungsratspräsident könnte ein IPO 30 bis 50 Millionen Franken bringen.
Livio Brandenberg
Ardian Gjeloshi. (Bild: Screenshot)

Ardian Gjeloshi. (Bild: Screenshot)

Die digitale Immobilienplattform Crowdhouse prüft einen Börsengang, wie Verwaltungsratspräsident und Mitgründer Ardian Gjeloshi in einem Interview mit der «Handelszeitung» sagt. «Wir würden einen Minderheitsanteil fürs Publikum öffnen», sagt Gjeloshi. Man werde dieses Szenario in den nächsten Monaten vertieft prüfen. Der Entscheid hänge davon ab, wie schnell Crowdhouse expandieren wolle, auch über die Landesgrenzen hinaus. Ein Börsengang würde wohl sehr schnell sehr viel Kapital bringen, so Gjeloshi: «Wir gehen heute von 30 bis 50 Millionen Franken aus.»

Das Zürcher Fintech wurde 2015 gegründet und beschäftigt mittlerweile über hundert Mitarbeiter. Eine tragende Rolle als Investor nahm früh die Luzerner Kantonalbank wahr. Vor zwei Wochen jedoch stieg die LUKB aus und verkaufte ihre Beteiligung an andere Aktionäre von Crowdhouse. Wie hoch die Beteiligung war, wurde nie publik. Doch laut Gjeloshi war das Investment für die LUKB «sehr profitabel».

Interessant ist auch, wer die Crowdhouse-Aktien der LUKB gekauft hat:
Ein grosser Teil ging offenbar an Avaloq-Gründer Francisco Fernandez, der Crowdhouse laut Gjeloshi «schon lange» begleite. Aber auch er und sein Mitgründer Robert Plantak hätten Anteile über­nommen.

Über 660 Millionen Franken bei Investoren platziert

Auf die Frage, warum die Luzerner Kantonalbank ausgestiegen sei, antwortete Gjeloshi: «Unser Wachstum ist seit der Gründung 2015 rasant. Wir stehen da, wo wir gemäss Businessplan etwa im siebten bis zehnten Jahr hätten sein wollen. Nun steht ein ­neuerlicher Wachstumsschub an. Wir sind mit der LUKB zum Schluss gekommen, dass ein anderer Partner passender ist.»

Seit Gründung hat die digitale Plattform gemäss eigenen Angaben Immobilien im Wert von rund 660 Millionen Franken bei Investoren platziert. «Wir schreiben seit dem ersten Jahr schwarze Zahlen», sagt Gjeloshi. 2018 werde man einen Umsatz von rund 20 Millionen erzielen. «Im nächsten Jahr wollen wir zusätzlich ein Immo-Volumen von rund einer halben Milliarde vermitteln und über 30 Millionen Franken Umsatz machen», so der Mitgründer im Gespräch mit der «Handelszeitung».

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