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Domainpreise könnten leicht sinken

Neuerung mim. Bis Anfang 2015 war die Stiftung Switch sowohl Betreiberin der zentralen Datenbank für Internetadressen als auch am Markt tätiger Internetdienstleister. Diese Doppelrolle wurde mit der neuen Verordnung über Internet-Domains (VID) aufgehoben. Hintergrund war ein Streit mit Internetdienstleistern, die sich daran stören, dass Switch mit der 2009 gegründeten Tochtergesellschaft Switchplus im Hostingmarkt tätig ist. Mit Hosting ist vereinfacht gesagt der Betrieb von Websites gemeint. Der Rechtsstreit wurde 2012 zu Gunsten von Switch entschieden. Hoster kritisieren aber noch heute, dass Switch die eigene Tochter bevorzugen soll.

Preissenkung wohl ab Mitte 2017

Seit 2015 müssen sich Endkunden bei der Registrierung von .ch-Domainnamen nicht mehr an die Registerbetreiberin wenden, sondern können ihre .ch-Domainnamen direkt bei den akkreditierten Internetprovidern beziehen. Zu diesen Providern gehören zum Beispiel Green.ch, MHS Internet oder Swisscom. Sie sind Grosshandelspartner der Switch.

Bislang verlangte Switch von diesen Providern pro .ch-Adresse 6.50 Franken ohne Mehrwertsteuer pro Jahr, um die Kosten für die Infrastruktur zu decken. Einige Provider kalkulieren sehr knapp und verkaufen eine Domain an ihre Endkunden für unter 9 Franken weiter. Im Zuschlag des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) an Switch von vergangener Woche heisst es, dass der neue Preis 4.72 Franken ohne Mehrwertsteuer beträgt. «Bei steigendem Domainnamen-Bestand sind wir in der Lage, den Preis pro Domainnamen zu senken, da die Kosten unterproportional steigen. Dies schaffen wir mit effizienteren Abläufen und laufenden Kostenoptimierungen», erklärt Switch-Sprecher Roland Eugster.

Für die Provider heisst das, dass sie ihre Preise für Endkunden ab Mitte 2017 wohl nach unten anpassen werden. Wenn man also eine Website besitzt, ist es wahrscheinlich, dass man für die Registrierung einer Internetadresse ab nächstem Jahr einige Franken weniger bezahlt.

Geringe Gewinnmargen

Die Registrar Alliance, welche die Ausschreibung verloren hat, hätte den Grosshandelspreis noch tiefer angesetzt, wie Präsident Matthias Hertzog sagt. Er verweist allerdings darauf, dass die Gewinnmarge für Provider schon heute sehr klein ist. «Wer am Verkauf einer Domain 2 Franken verdient, kann es sich kaum leisten, eine Rechnung per Post zu verschicken.» Er glaubt zwar, dass die Preise leicht sinken könnten, geht aber davon aus, dass Provider vermehrt auf E-Rechnungen setzen, um ihre Kosten zu senken. Mit dem Kauf einer Domain ist es ohnehin nicht getan. Wer mehr als nur ein paar Texte auf der eigenen Website veröffentlichten will, braucht mehr Speicherplatz und zusätzliche Dienstleistungen, die bei Internetprovidern oder Hostern bezogen werden können.

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