EBIKON: Schindler-Betriebsversammlung fordert Frühpensionierungen

Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler soll den für Ebikon geplanten Abbau von 120 Stellen ohne Kündigungen, sondern mit Frühpensionierungen realisieren. Dies fordert die Betriebsversammlung. Für die verbleibenden 80 Stellen soll eine Arbeitsplatzgarantie gelten.

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Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler in Ebikon. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler in Ebikon. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Die über 150 Angestellten von Schindler haben am Dienstag eine Betriebsversammlung abgehalten, wie die Personalkommission des Ebikoner Unternehmens sowie die Gewerkschaften Unia und Syna gleichen Tags mitteilten. Dabei wurde einstimmig eine Resolution verabschiedet, die einen vollständigen Verzicht auf Kündigungen verlangt.

Gefordert wird, dass Schindler allen Arbeitnehmern am Standort Ebikon und nicht nur jenen von der vom Stellenabbau betroffenen Division eine Frühpensionierung ab 58 anbietet. Damit könnten nicht nur ältere Arbeiter, die vom Stellenabbau betroffen seien, vor der Arbeitslosigkeit bewahrt werden, sondern es würden auch interne Verschiebungen für jüngere Arbeitnehmer ermöglicht, deren Stellen ebenfalls aufgehoben würden.

Die Betriebsversammlung rechnet, dass mindestens 120 Frühpensionierungen nötig sind. Diese dürften 40 Millionen Franken kosten. Das Unternehmen müsse dies Mittel bereitstellen.

Schindler will bis Ende 2017 die Produktion in Ebikon neu ausrichten. Das Werk, das bislang Komponenten für Aufzüge für den globalen Markt produzierte, soll zu einem Kompetenzzentrum für Spezialanfertigungen werden. Von den 200 Stellen können noch 80 erhalten werden.

Die Betriebsversammlung fordert für diese 80 Stellen eine Arbeitsplatzgarantie. Zudem solle im Sinne einer Opfersymmetrie auf Dividendenzahlungen verzichtet werden. (sda)