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EBIKON: Schindler-Konzern auf Wachstumskurs

Allem Gejammer über heftige Gegenwinde an den Märkten mancherorts zum Trotz hat am Dienstag wieder ein Schweizer Industrieunternehmen gute Geschäftszahlen für das erste Semester vorgelegt.
Schindler baut in Vietnam und auf dem Bürgenstock neue Rolltreppen und Lifte ein. (Bild: PD)

Schindler baut in Vietnam und auf dem Bürgenstock neue Rolltreppen und Lifte ein. (Bild: PD)

So steigerte der auf Fahrtreppen und Aufzüge ausgerichtete Schindler-Konzern mit Sitz in Ebikon von Januar bis Juni den Reingewinn um 3,9 Prozent auf 372 Millionen Franken.

Das operative Ergebnis auf Stufe Ebit legte laut einer Mitteilung des Unternehmens vom Dienstag um 5,9 Prozent auf 504 Millionen Franken zu. In Lokalwährungen sah es noch besser aus und es ging beim Betriebsgewinn sogar um 7,6 Prozent nach oben.

Die Ebit-Marge legte um 0,3 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent zu. Liesse man Restrukturierungskosten von rund 10 Millionen Franken ausser Acht, die im zweiten Quartal angefallen waren, so läge die Betriebsgewinnmarge im ersten Halbjahr sogar bei 11,1 Prozent.

Viele Pluszeichen

Der Umsatz des Schindler-Konzerns erhöhte sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 3,4 Prozent auf 4,6 Milliarden Franken. In Lokalwährungen betrug das Plus bei den Einnahmen rund 3,9 Prozent. Der Auftragseingang wuchs um 2,1 Prozent auf 5,1 Milliarden Franken und erklomm damit die für die Gruppe magische Fünf-Milliarden-Franken-Grenze.

An einer Telefonkonferenz zeigte sich das Management um Konzernchef Thomas Oetterli über die Semesterresultate äusserst erfreut und bezeichnete sie als «solide». Oetterli verwies allerdings darauf, dass die Entwicklungen in den drei Geschäftsregionen sehr unterschiedlich verlaufen seien. So ging es in der Region Asien/Pazifik zwar in China weiterhin nach unten. Allerdings legten Märkte wie Indien und Australien deutlich zu.

In der Region Amerika liefen die Geschäfte ebenfalls durchwachsen. Während Nordamerika laut Oetterli markant zulegte, verzeichnete Schindler in Lateinamerika vorwiegend aufgrund von Einbussen in Brasilien gewisse Abwärtsbewegungen.

Gute Nachrichten gab Schindler zur Region Europa bekannt, wo die Geschäfte nicht nur in Deutschland an Fahrt gewannen, sondern selbst im Geschäftsgang in Südeuropa positive Entwicklungen im ersten Semester 2016 zu Tage traten. Die Aufwärtsbewegungen im europäischen Markt, wo Schindler rund 40 Prozent seiner Einnahmen erzielt, manifestierten sich in einem Umsatzplus von über 4 Prozent in Lokalwährungen im ersten Halbjahr.

Fast einziger Wermutstropfen am vorgelegten Zahlenkranz war allenfalls am Dienstag beim operativen Cashflow zu eruieren. Dieser brach im zweiten Quartal um rund 33 Prozent auf 94 Millionen Franken ein. Das Management begründete diese Tatsache mit den guten Resultaten im Vorjahr, die Schindler im laufenden Geschäftsjahr nicht zu wiederholen vermochte.

Vorsichtigerer Ausblick

Für das Gesamtjahr verkündete Konzernchef Oetterli nur zum Teil frohe Botschaften. Einerseits habe der wichtige Absatzmarkt China endgültig die Talsohle durchschritten, zeigte sich der Manager an der Telefonkonferenz überzeugt. Zudem stimme ihn der Bestellungseingang in den USA optimistisch.

Andererseits senkte der Konzern insgesamt seinen Ausblick beim Umsatzwachstum auf nunmehr ein Intervall zwischen 3 und 5 Prozent in Lokalwährungen. Bisher ging Schindler von einer Spanne zwischen 3 und 7 Prozent aus.

Für den Reingewinn erwartet die Geschäftsleitung einen Wert im Bereich von 750 bis 800 Millionen Franken. Im Jahr 2015 hatte der Schindler-Konzern einen Jahresüberschuss von 747 Millionen Franken erzielt.

An der Börse kamen die Nachrichten insgesamt weniger gut an. In einem leicht gedämpften Marktumfeld gaben die Papiere von Schindler (Schindler N sowie Schindler PS) im Vormittagshandel jeweils deutlich über 4 Prozent nach.

sda

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