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EBIKON: Schindlers Steigerungslauf

Der Aufzug- und Rolltreppenbauer Schindler hat sich weiter verbessert. Die Lage in China, dem mit Abstand wichtigsten Markt, hat sich etwas stabilisiert.

Schindler hat im dritten Quartal das Wachstumstempo hoch halten können. Der Aufzugs- und Rolltreppenhersteller mit Sitz in Ebikon steigerte den Umsatz in den Monaten Juli, August und September im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 2,6 Milliarden Franken. Die Einschätzungen der Analysten hat Schindler dabei übertroffen. Über die ersten neun Monate des Jahres gesehen stieg der Umsatz auf 7,4 Milliarden Franken – das entspricht einem Plus von 4,3 Prozent gegenüber 2016. Das Unternehmen liegt mit seinem Ziel, übers ganze Jahr ein Umsatzplus von 3 bis 5 Prozent zu erzielen, auf Kurs.

Auch bezüglich Profitabilität konnte sich Schindler verbessern. Im dritten Quartal weist Schindler einen Betriebsgewinn (Ebit) von 302 Millionen Franken aus, 9 Prozent mehr als vor einem Jahr. In den ersten neun Monaten verbesserte sich der Ebit um über 10 Prozent auf 860 Millionen Franken. Der Konzerngewinn nach drei Quartalen liegt mit 648 Millionen Franken 10,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ziel, das Jahr mit einem Reingewinn von 840 bis 880 Millionen Franken abzuschliessen, schätzen einige Analysten als «konservativ» ein. Das würde nämlich bedeuten, dass Schindler im letzten Quartal des Jahres schlechtere Zahlen als im Vorjahr erwirtschaften würde. Schindler hat das Gewinnziel gestern aber nicht angehoben. Der starke Preisdruck in China und deutlich höhere Materialkosten haben denn auch laut Finanzchef Erich Ammann dazu geführt, dass die Gewinnmarge (11,7 Prozent) nicht höher ausgefallen ist.

Auftragsbücher werden immer dicker

Die Auftragsbücher von Schindler sind in den letzten drei Monaten noch dicker geworden. Im dritten Quartal holte Schindler neue Aufträge im Wert von 2,7 Milliarden Franken ein, was ein Plus von 5,6 Prozent bedeutet. Insgesamt ist der Auftragsbestand Ende September mit 10,8 Milliarden Franken um 7,6 Prozent grösser als Ende 2016. Im wichtigen chinesischen Markt hat sich die Lage etwas verbessert. Schindler konnte den Umsatz trotz Preisdruck halten. Dies dank guten Zahlen bei den Neuinstallationen, sagte CEO Thomas Oetterli gestern an einer Telefonkonferenz. So erhielt Schindler den Zuschlag für mehrere grosse Infrastrukturprojekte im Bereich Metro, Eisenbahn und Flughäfen. Oetterli geht davon aus, dass sich die Geschäfte in China auch in naher Zukunft flach entwickeln werden. Sorgenkind bleibt Indien. Der Markt hat sich noch nicht erholt. Schindler spürt weiterhin die Folgen der vor knapp einem Jahr entstandenen Währungsturbulenzen. Für weitere Unsicherheit hat im Juli die Einführung einer einheitlichen Mehrwertsteuer gesorgt. Die Steuer, die eigentlich das Ziel hat, die indische Wirtschaft anzukurbeln, hat nach ihrer Einführung Verwirrung und Proteste ausgelöst. Unter anderem leidet der Bausektor, was bedeutet, dass weniger Lifte verbaut werden.

Roman Schenkel

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