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Ehemaliger Nato-Generalsekretär Rasmussen wird Berater bei Baarer Blockchain-Firma

Anders Fogh Rasmussen steigt als strategischer Berater beim Identitäts- und Trackingnetzwerk Concordium ein. Der ehemalige dänische Spitzenpolitiker ist vom Potenzial der Blockchain überzeugt.
Livio Brandenberg
Anders Fogh Rasmussen zum Ende seiner Zeit als Nato-Generalsekretär. Bild: Olivier Hoslet/EPA (Brüssel, 3. Juni 2014)

Anders Fogh Rasmussen zum Ende seiner Zeit als Nato-Generalsekretär. Bild: Olivier Hoslet/EPA (Brüssel, 3. Juni 2014)

Das Blockchain-Start-up Concordium mit Sitz in Baar hat den ehemaligen dänischen Ministerpräsidenten und Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen als strategischen Berater eingestellt, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt. Rasmussen war von 2001 bis 2009 Ministerpräsident Dänemarks und von 1998 bis 2009 Vorsitzender der liberal-konservativen Venstre-Partei. Von 2009 bis 2014 war er Generalsekretär des westlichen Verteidigungsbündnisses Nato. Gemäss Wikipedia ist Rasmussen seit 2015 als Berater für die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs tätig. Ein Jahr zuvor gründete er Rasmussen Global, ein Beratungsunternehmen, das in verschiedenen Bereichen wie Demokratie, transatlantische Beziehungen und Sicherheitspolitik tätig ist.

Concordium, ein geplantes Blockchain-Identitätsnetzwerk, wurde von Lars Seier Christensen mitgegründet, der auch Co-Gründer des dänischen Online-Finanzinstituts Saxo Bank ist. Die Idee hinter Concordium ist es gemäss eigenen Angaben, ein absolut sicheres, verlässliches und nachvollziehbares Netzwerk zu schaffen, um ein «globales Forum» für jegliche Arten von Transaktionen zu werden. Jeder Privatnutzer, jede Firma oder auch öffentliche Behörde soll Zugang haben. Jeder, der auf dem Netzwerk aktiv ist, soll durch einen Identitätsvalidierungs-Mechanismus identifiziert und bestätigt werden müssen; jede Transaktion soll bis zu ihrem Beginn zurückverfolgt werden können. Vom Netzwerk erhoffen sich die Erfinder Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen. Die Lancierung des Programms wird für das erste Quartal 2020 erwartet.

«Zentrale Rolle bei Expansionsplänen»

Angesichts der «enormen Bandbreite und des weitreichenden Potenzials» des Concordium-Netzwerks sei es für die Concordium-Stiftung, die hinter dem Projekt steht, unerlässlich, «das Wissen von Menschen mit unschätzbarer strategischer Expertise zu nutzen», wird Lars Seier Christensen zitiert. Rasmussen werde eine «zentrale Rolle bei unseren globalen Expansionsplänen spielen, in Bereiche vorzudringen, die eine Blockchain-Lösung für sichere und private Kommunikation erfordern, sowie bei der Zusammenarbeit mit Regierungsbehörden, die von ihrer Umsetzung profitieren werden». Die Zusammenarbeit mit Rasmussen konzentriere sich vor allem auf den Bereich der Stimmrechtsidentität.

Rasmussen selbst ist vom Potenzial der Blockchain überzeugt: «Wir beginnen erst jetzt zu erkennen, welche Vorteile die Blockchain-Technologie unseren Gesellschaften bringen wird, einschliesslich in unseren demokratischen Prozessen.»

Die Stadt Zug setzte die Blockchain-Technologie beziehungsweise auf ihr basierte Identitätsvalidierung bereits letztes Jahr ein, als Stadtzuger Bürgerinnen und Bürger mittels digitaler Identität an einer Konsultativabstimmung teilnehmen konnten. Der Pilotversuch verlief ohne Probleme oder Störungen.

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