Holiday Inn Express
Ein Holiday Inn Express für Affoltern

Auf dem OVA-Areal in Affoltern entsteht ein Mittelklassehotel der Marke Holiday Inn Express mit 100 Zimmern. Die Hess Investment Gruppe, Grundeigentümerin, hat mit der Swiss Hospitality Management AG eine Lizenzvereinbarung getroffen.

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Ein Holiday Inn Express für Affoltern

Ein Holiday Inn Express für Affoltern

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Von Werner Schneiter

Gewerbeteil, Eigentumswohnungen, Alters- oder Alterspflegeheim - und ein Hotel: Die Hess Investment Gruppe investiert auf dem rund 20{FSPACE}000 Quadratmeter grossen OVA-Areal in Affoltern rund 70 Mio. Franken. Jetzt sind Hoteltyp und -betreiber bekannt: Der Investor hat mit der Swiss Hospitality Management AG eine Lizenzvereinbarung getroffen. Diese ist unter anderem Lizenznehmerin des Hotels Ramada in Feusisberg und wird in Affoltern Holiday Inn Express betreiben - eine Marke, die zur Intercontinental Hotels Group gehört. «Unsere Wahl ist das Resultat einer Studie, mit der wir den Bedarf in Affoltern eruiert haben», sagt Klaus Morlock, Mitglied der Hess-Geschäftsleitung. Die Swiss Hospitality Management AG mietet den Rohbau bei Hess und besorgt den Endausbau.
Die für Affoltern gewählte Hotel-Marke ist weltweit bekannt, ein Brand. Es handelt sich um standardisierte Bauten und Einrichtungen im 2-Sterne-plus-Bereich - mit dem Vorteil einer Anbindung an ein weltweites Reservierungssystem. Auf dem OVA-Areal werden es 100 Zimmer sein - für Martin Studer, Verwaltungsratspräsident der Swiss Hospitality Management AG eine Mindestgrösse. Weil der Entstehungspreis pro Zimmer unter 100 000 Franken liegt, können diese 19 Quadratmeter grossen Räume zu attraktiven Preisen angeboten werden. Im Falle von Affoltern liegt die Preiseklasse zwischen 120 und 135 Franken.

50 Prozent Auslastung im ersten Jahr
Das Schwergewicht liegt in der Zimmervermietung samt Frühstück und weniger im Bereich der personalaufwändigeren und kostspieligeren Gastronomie, die in reduzierter Form, aber während 24 Stunden, angeboten wird. Die diversen Einheiten werden aus einem Zentrum heraus bedient, einem «Great Room», unter anderem hat es auch eine Bar und rund 100 Quadratmeter Fläche für unterteilbare Seminarräume. Es handelt sich also um ein flächeneffizient gebautes Business-Hotel, das mit minimalem Personalaufwand - 18 bis 20 Angestellte - betrieben werden kann. Martin Studer, der als Direktor zahlreiche gastronomische Grossbetriebe geführt hat, sieht die Zukunft der Business-Hotels in der Zwei- und Dreisterne-Kategorie. «Die Reisen finden auch jetzt in der Wirtschaftskrise statt, die Kosten müssen jedoch gekürzt werden. Und dies passiert natürlich auch bei Geschäftsreisen. Man reist weniger und günstiger. Davon profitieren Mittelklasse-Hotels», hält er fest.

Keine Konkurrenz für Affoltemer
Restaurants?

Im ersten Betriebsjahr rechnet er mit einer Auslastung von 50 Prozent, was rund 18{FSPACE}000 Übernachtungen bedeutet. «Eine gute Hotelauslastung auf dem OVA-Areal kann auch für andere Betriebe in Affoltern interessant sein. Und weil wir ja nur ein reduziertes gastronomische Angebot bieten, konkurrenzieren wir die Restaurantbetriebe im Bezirkshauptort nicht», fügt Studer bei. Allerdings schliesst Klaus Morlock nicht aus, dass Hess auf dem Areal ein Restaurant bauen wird. «Wir prüfen das.»

«Die Planungszone ist keine
Bauverbotszone»

Hess will das Baugesuch für das Hotel «in den nächsten Wochen» einreichen - und natürlich möglichst schnell realisieren. Der Gemeinderat Affoltern hat die bis Mitte Juli befristete, dreijährige, Planungsphase, die auch für das OVA-Areal gilt, allerdings um ein Jahr verlängert, weil die Klärung der Verkehrssituation rund um den Autobahnanschluss mehr Zeit erfordert.
«Die Planungszone ist aber keine Bauverbotszone», sagt Gemeindepräsident Robert Marty - dies unter dem Hinweis auf rund ein Dutzend erteilte Baubewilligungen in den letzten drei Jahren für Bauten und Anlagen, die ebenfalls in dieser Planungszone liegen wie zum Beispiel das SomaSana, der Werkhof Schmid und das Asphaltwerk von Agir/Leuthard/Vonplon in der Industriezone - Einrichtungen, die wohl ebenso viel (oder wenig) Verkehr erzeugen wie ein Hotel. Baubewilligungen können dann erteilt werden, wenn diese den Zielen der Planungszone nicht zuwiderlaufen. «Ich sehe im Falle der OVA-Überbauung nichts, was diesen Zielen widerspricht. Wir werden das Baugesuch für das Hotel bei Erhalt genauso prüfen wie die erwähnten Bauten in der Industriezone. Und diese wurden bewilligt, weil sie den Zielen der Planungszone nicht widersprechen», sagt Robert Marty.