Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

USA-China: Ein Lichtblick im Handelsstreit

Die USA und China reden offenbar über ein Währungsabkommen.
Daniel Zulauf
Können die Länder wegen des Handelsstreits aufatmen? Symbolbild. (Bild: Keystone)

Können die Länder wegen des Handelsstreits aufatmen? Symbolbild. (Bild: Keystone)

Im Handelskonflikt zwischen China und den USA kommen sich die beiden Parteien offenbar etwas näher. Im Vorfeld des zweitägigen Treffens zwischen dem chinesischen Vize-Regierungschef Liu He und Vertreter der Trump-Administration in Washington wurden auf diversen Kanälen entsprechende Gerüchte laut.

Für besondere Aufmerksamkeit sorgt die Spekulation, dass sich die beiden Länder auf ein Währungsabkommen einigen könnten. Die chinesische Notenbank hatte Anfang August eine deutliche Abwertung des Yuan zum Dollar zugelassen und der eigenen Währung die Überschreitung der Kursmarke von 7 Yuan pro Dollar erlaubt.

Die Chinesen hatten die Kursmarke zuvor stets stillschweigend als rote Linie akzeptiert. Nach deren Überquerung fiel der Yuan auf den tiefsten Stand seit 2008. Zurzeit kostet ein Dollar 7,12 Yuan. Das sind über 6 Prozent mehr als zu Beginn des Jahres.

Kleine Schritte der Annäherung

Mit der Abwertung haben die Chinesen zwar die Wirkung der US-Importzölle gemindert, diese aber gleichzeitig zur Verschärfung ihrer Zollpolitik motiviert. Am kommenden Dienstag wollen die Amerikaner ihre Zölle auf chinesische Importe um weitere fünf Prozent erhöhen, sofern die nun laufenden Gespräche keine Fortschritte bringen. Nach einer weiteren Eskalation scheint es im Moment aber nicht auszusehen.

Offenbar wollen sich die Parteien auf ein neues Band für den Wechselkurs einigen. Bei der UBS geht man davon aus, dass dieses Band so festgelegt würde, dass sich der Dollar zum Yuan wieder abschwächen kann. Im Gegenzug dürften die Chinesen ihrerseits Konzessionen erhalten. Zunächst müssten die Amerikaner wohl auf die nächste Erhöhung der Zölle verzichten. China dürfte auch eine Bereinigung der schwarzen Liste erwarten, welche die Amerikaner unlängst für 28 chinesische Unternehmen aufgesetzt hatten.

Schliesslich spekulierte die «New York Times», dass die USA auch die Sanktionsbestimmungen gegen den Telekommunikationsausrüster Huawei teilweise lockern könnte. Allerdings hatten sich die Hoffnungen auf eine Entspannung in dem für den Gang der Weltwirtschaft überaus wichtigen Konflikt in der Vergangenheit immer wieder zerschlagen. Die UBS rechnet deshalb nur mit kleinen Fortschritten.

Die Bank geht davon aus, dass sich die chinesische Währung im Einklang mit der chinesischen Wirtschaft weiter abschwächen wird. Für die Schweiz sind diese Vorgänge von hoher Bedeutung. Direkt gehen mehr als 10 Prozent der Schweizer Exporte nach China.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.