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Siemens eröffnet «smarten» Campus – ein Bekenntnis zum Standort Zug

Der neue Campus von Siemens in Zug wird heute eingeweiht. Ab April wird Zug Hauptsitz des neuen Siemens-Bereichs Smart Infrastructure.
Maurizio Minetti
Blick auf eine der Produktionslinien von Siemens in Zug. (Bild: PD)

Blick auf eine der Produktionslinien von Siemens in Zug. (Bild: PD)

20 Sekunden. Diese kurze Zeitspanne unterscheidet einen konventionellen von einem indu­striellen Brandmelder. Weil sie über entsprechende Sensoren verfügen, schlagen Brandmelder für Tunnels, Fabriken oder Bürogebäude in der Regel 20 Sekunden schneller Alarm als herkömmliche Modelle für zu Hause.

Es sind solche Produkte, die Siemens seit Jahren in der Nähe des Bahnhofs Zug produziert. Aktuell verlassen pro Jahr rund 2,5 Millionen Brandmelder die Fabrik. Zum Vergleich: Insgesamt produziert Siemens weltweit 5 Millionen Stück. Siemens stellt in Zug aber auch Heizungsregler, Ventile und Stellantriebe her – kurz: alles, was zur Steuerung eines Gebäudes gebraucht wird.

Aktueller CEO Rebellius wird COO der neuen Sparte

Matthias Rebellius ist überzeugt, dass der Standort Zug für Siemens noch lange das Kompetenzzentrum für Gebäudetechnik bleiben wird. Dazu hat der Chef der Siemens-Sparte Building Technologies (BT) auch guten Grund. Der deutsche Industriekonzern hat nämlich unlängst einen grossen Umbau angekündigt: Aus bisher fünf Industriesparten sollen künftig drei weitgehend selbstständige Unternehmen werden.

Zug wird ab April 2019 Hauptsitz der Division Smart Infrastructure (SI) mit weltweit 71'000 Mitarbeitern. Geleitet wird die neue Einheit von Cedrik Neike als CEO. Rebellius wird in seiner neuen Funktion als COO der SI-Sparte direkt an Neike berichten. Im Grunde genommen ändert sich durch die neue Organisation nicht viel, weil die Vorgängerdivision BT schon heute ihren Hauptsitz in Zug hat. Doch in Zug interpretiert man den Entscheid als Bekenntnis zum Standort. «Zug ist unser Zuhause», sagte Rebellius. Es sei ein Privileg und ein Vorteil zugleich, in Zug zu sein. Für Fachkräfte sei Zug ein attraktiver Ort.

Wegen der Automatisierung ist nicht zu erwarten, dass in Zug durch den Umbau der Divisionen viele neue Jobs entstehen. Dies hat Rebellius am Dienstag an einem Mediengespräch klargemacht. Heute beschäftigt Siemens in Zug 1700 Personen, davon arbeiten knapp 400 in der modernisierten Fabrik. Rund 250 Millionen Franken hat Siemens in den Bau der neuen Büro- und Produktions­gebäude investiert (Ausgabe vom 11. Juli 2018). Am Mittwoch wird der Campus eingeweiht. Mit der Eröffnung geht die Geschichte weiter, die vor ziemlich genau 20 Jahren begann, als Siemens Building Technologies in Zug durch die Übernahme der Industrieaktivitäten der Elektrowatt AG gegründet wurde.

Freilich hat Siemens seitdem nicht nur Glanzzeiten erlebt. Die Frankenkrise führte vor drei Jahren zum Abbau von 150 Jobs in Zug. Heute ist BT aber wieder sehr profitabel: Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Umsatzrendite von BT bei 11,4 Prozent. Nun legt der Industriekonzern die Latte höher: Die Umsatzrendite der SI-Sparte soll künftig 10 bis 15 Prozent betragen.

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