EMMEN: Ruag knackt erstmals die 100-Millionen-Grenze

Der Rüstungs- und Technologiekonzern Ruag hat 2014 erneut mehr Geld verdient. Der Reingewinn kletterte um 8 auf 102 Millionen Franken. Das Unternehmen reduzierte seine Abhängigkeit vom wichtigsten Einzelkunden, der Schweizer Armee, weiter.

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Ruag-Monteure verrichten Servicearbeiten an einem Helikopter. (Bild: Archiv Keystone)

Ruag-Monteure verrichten Servicearbeiten an einem Helikopter. (Bild: Archiv Keystone)

Der Umsatz stieg um 1,6 Prozent auf 1,78 Milliarden Franken. Alle fünf Divisionen hätten profitabel gearbeitet und zum positiven Ergebnis beigetragen, teilte der bundeseigene Rüstungskonzern am Donnerstag mit.

Wichtigster Einzelkunde blieb das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Dessen Anteil am Umsatz nahm jedoch weiter ab, von 32 auf 30 Prozent. Den Rückgang konnte Ruag erneut durch Aufträge im Ausland und in der zivilen Sparte kompensieren.

Die zivilen Aufträge und das Auslandgeschäft nahmen damit weiter an Bedeutung zu. Das zivile Geschäft erreichte 57 Prozent (Vorjahr: 56) des Nettoumsatzes. Der Umsatzanteil im Ausland erhöhte sich auf 63 (61) Prozent.

Primäre Wachstumsregion war Europa mit Aufträgen im Unterhalt von Geschäftsflugzeugen, im Flugzeugstrukturbau für Airbus sowie Verkäufen von Simulationssystemen. In Nordamerika trieben das Raumfahrtgeschäft, Flugzeug-Aufträge für Bombardier und der wachsende Sportschützenmarkt den Umsatz an. In Südamerika wuchs der Umsatz durch Lieferungen von Dornier-Passagierflugzeugen an Venezuela.

Der Auftragseingang ging um 3,6 Prozent auf 1,785 Milliarden Franken zurück. Darin nicht enthalten seien zwei neu unterzeichnete Rahmenverträge in den Bereichen Aerostructures und Space im Wert von rund 450 Millionen Franken. Auch der Auftragsbestand ging um 2,5 Prozent auf 1,37 Milliarden Franken zurück.

Der Personalbestand reduzierte sich um 127 auf 8'114 Personen. Der Rückgang geht laut Ruag vor allem auf die Bereiche Aviation und Ammotec zurück.

sda