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EMMEN/STANS: Logistikdienstleister Also baut Smartphone-Reparaturgeschäft aus

Die Emmer Firma integriert die Bachmann Mobile Kommunikation AG in Stans vollumfänglich. Die 85 Angestellten arbeiten bald in Emmen.
Rainer Rickenbach
Also-Manager Urs von Ins (links) und Bachmann-Chef Philipp Bühlmann auf dem Gelände, wo das neue Gebäude entsteht. (Bild: Dominik Wunderli (Emmen, 2. November 2017))

Also-Manager Urs von Ins (links) und Bachmann-Chef Philipp Bühlmann auf dem Gelände, wo das neue Gebäude entsteht. (Bild: Dominik Wunderli (Emmen, 2. November 2017))

Rainer Rickenbach

Für die Stanser Bachmann Mo­bile Kommunikation AG ist das Smartphone-Reparaturgeschäft schwierig geworden. «Es ist für uns als KMU nicht einfach, mit Herstellern wie Apple oder Samsung auf Augenhöhe zu verhandeln», sagt Geschäftsführer und Besitzer Philipp Bühlmann. Denn der Betrieb in Stans ist nicht einfach ein «Handy-Doktor»-Laden: Bachmann ist Vertragspartner der grossen Technologiekonzerne und ist verpflichtet, bei den Reparaturen im Garantiegeschäft Original-Ersatzteile zu verwenden.

Genau das macht die Stanser Firma für die international tätige Also in Emmen so interessant. Sie hat Bachmann Mobile Kommunikation AG in zwei Schritten zuerst zu dreissig und dann per August 2016 zu hundert Prozent übernommen. «Mit dem Reparaturgeschäft können wir unseren Kunden im Retourenprozess alles aus einer Hand anbieten», sagt Urs von Ins, der im Also-Management den Servicebereich verantwortet.

Reparaturen auch an Notebooks und Fernsehern

Also hatte bis jetzt in der Schweiz ausschliesslich mit Geschäftskunden zu tun. Nebst den Providern Swisscom, Salt oder Sunrise zählen auch die Handy-Hersteller Apple, Samsung, Huawei oder Sony dazu. Unter der Marke Smartgo wurde im Sommer das erste Ladengeschäft für Reparaturen an der Kramgasse in Luzern eröffnet. «Wir führen dort das Reparaturgeschäft mit Original-Ersatzteilen unter Weiterführung der Garantielaufzeit aus. In den Handy-Verkauf an Privatkunden steigen wir jedoch nicht ein. Wir haben nicht vor, unsere Geschäftskunden zu konkurrieren», so von Ins. Das Reparaturgeschäft biete grosses Potenzial weit über die Smartphones hinaus, ist von Ins überzeugt. «Bereits heute reparieren wir auch Fernseher, Notebooks, Stereoanlagen und Fotoapparate.» Bei Smartgo handle es sich um ein neues Geschäftsmodell, mit dem Also erstmals in der Schweiz mit den Endkunden direkt in Kontakt komme. «Smartgo ist ein Start-up. Läuft das Geschäft gut, bauen wir es aus», sagt von Ins. Für das Reparaturgeschäft richtet Also neben dem Firmengelände in Emmen ein neues Gebäude her. Das benachbarte Lüftungsbaugeschäft Dresohn errichtet das Gebäude, Also hat einen langjährigen Mietvertrag abgeschlossen. Im Reparaturgeschäft ist der Zeitdruck hoch, darum lässt es sich schlecht ins Ausland verlagern. Von Ins: «Die Kunden verwenden die Geräte nicht nur zum Chatten und Telefonieren, sondern auch für Bankgeschäfte oder als Badge für Wohnung und Arbeitsplatz. Sie können nicht lange darauf verzichten. Mit diesem Schritt erzielen wir auf einen Schlag schnellere Durchlaufzeiten und beschleunigen spürbar den Service für unsere Kunden.» Die 85 Bachmann-Mitarbeitenden verrichten ab Mitte 2018 ihre Arbeit in Emmen. Also übernimmt die gesamte heutige Belegschaft. «Bei uns arbeiten nicht nur Nid- und Obwaldner, sondern auch Luzerner, Zuger oder Schwyzer. Viele von ihnen haben sogar bald einen kürzeren Arbeitsweg», sagt Philipp Bühlmann. Bei den Angestellten habe die Nachricht, künftig bei Also unter Vertrag zu stehen, ein grundsätzlich positives Echo ausgelöst. «Also ist international aufgestellt und in mehreren Geschäftsbereichen tätig. Die Firma bietet ihren Mitarbeitenden zahlreiche Möglichkeiten und gute Arbeitsbedingungen am neuen Standort», so Bühlmann.

Aus dem Schweizer Reparaturgeschäft steigt Bühlmann zwar Ende 2017 aus, doch der Holdingsitz bleibt in Stans, und die Tochtergesellschaften für Immobiliengeschäfte und -projekte sowie für die Smartphone-Reparaturstätte in der slowakischen Hauptstadt Bratislava bleiben bestehen und werden mit dem neuen Standort in Wien ausgebaut. In Stans arbeiten fünf Personen, in der Slowakei und in Österreich sind es siebzig Angestellte.

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