Reinach
Endress+Hauser erzielt Rekordgewinn – 2014 weiter auf Wachstumskurs

Nach dem 4. Rekordergebnis in Folge rechnet die weltweit in der Mess- und Automatisierungstechnik tätige Endress+Hauser-Gruppe auch für 2014 mit Wachstum. Zusätzlichen Schub verspricht sich das Familienunternehmen vom Einstieg in die Laboranalyse.

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Firmensitz der Endress+Hauser in Reinach

Firmensitz der Endress+Hauser in Reinach

Keystone

Ins laufende Jahr sei das Unternehmen mit Sitz in Reinach mit nahezu 12'000 Angestellte indes verhalten gestartet, hiess es an der Bilanzmedienkonferenz vom Dienstag in Basel. Für 2014 strebt Endress+Hauser eine Umsatzzunahme von über 15 Prozent auf mehr als 2,1 Mrd. Euro an. 9 Prozentpunkte sollen dabei auf organisches Wachstum entfallen, der Rest auf die Übernahme von Firmen.

Klaus Endress, der auf Anfang Jahr den Posten des CEO an Matthias Altenddorf übergeben hatte und nun als Verwaltungsratspräsident wirkt, zeigte sich mit dem vergangenen Jahr zufrieden, wenngleich nicht alle Ziele erreicht worden seien. Belastet wurde das Ergebnis zudem durch Währungseffekte.

Über die Hälfte in Europa

Beim Umsatz konnte Endress+Hauser ein Wachstum von 7,1 Prozent auf 1,814 Mrd. Euro verbuchen. Mit einem Umsatzanteil von 50,9 Prozent ist Europa der wichtigste Markt der Gruppe. Auf Rang 2 folgt die Region Asien/Pazifik mit 24,2 Prozent vor Amerika mit 20,4 Prozent und Afrika/Naher Osten mit 4,5 Prozent.

Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel mit 277 Mio. Euro um 1,4 Prozent höher aus als im Vorjahr, und das Ergebnis nach Steuern konnte um 2,1 Prozent auf 187 Mio. Euro gesteigert werden.

Stark beeinflusst wurden die Finanzkennzahlen des vergangenen Jahres von der Übernahme der Mehrheit am deutschen Unternehmen Analytik Jena, das mit rund 1000 Angestellten einen Umsatz von 100 Mio. Euro erzielt. Diese Akquisition, die grösste in der Geschichte der 1953 gegründeten Endress+Hauser, bildet die Basis für die Laboranalyse als neue Standbein der Gruppe.

Nach Überzeugung von Verwaltungsratspräsident Endress passen die beiden Unternehmen gut zusammen, weil sie sich gut ergänzen. Bis die Analytik Jena aber zum blühenden Laboranalyse-Zweig der Gruppe geworden sei, liege noch ein weiter Weg vor Endress+Hauser, sagte der Verwaltungsratspräsident.

Bald 12'000 Angestellte

Akquisitionen trugen im vergangenen Jahr massgeblich zum Anstieg des Personalbestands um 18,4 Prozent auf 11'919 Angestellte bei, Von den 1853 neuen Stellen entfielen nahezu 1300 auf Zukäufe.

In der trinationalen Region Basel erhöhte sich die Zahl der Mitarbeitenden von Endress+Hauser um 209 auf 4919. In der Schweiz beschäftigte das Unternehmen Ende letzten Jahres 1506 Mitarbeitende, 55 mehr als 2012. Zur Gruppe gehören 107 Gesellschaften in 46 Ländern.

Im laufenden Jahr will Endress+Hauser weitere 500 neue Stellen schaffen. Die Investitionen, die letztes Jahr von 127,4 auf 130 Mio. Euro angestiegen waren, sollen auf 160 Mio. Euro erhöht werden. Die Mittel sollen insbesondere in europäische Produktionsstandorte gesteckt werden.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich 2013 auf 120 Mio. Euro, was einer Zunahme um 6,7 Prozent entspricht. Zum Patent eingereicht wurden letztes Jahr 236 Entwicklungen. Insgesamt hält Endress+Hauser 5700 "lebende" Patente und Patentanmeldungen.