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ENERGIE: Höhere Abgaben, höhere Strompreise

Die Stromfirmen haben ihre Tarife für 2018 bekanntgegeben. Nicht überall steigen die Preise.
Hauptsitz von ewl in Luzern. (Archivbild Pius Amrein)

Hauptsitz von ewl in Luzern. (Archivbild Pius Amrein)

Für nächstes Jahr ist gesamtschweizerisch mit leicht steigenden durchschnittlichen Strompreisen in der Grundversorgung zu rechnen. Das zeigt eine Umfrage des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen bei 30 grösseren Mitgliedern.

Eine bedeutende Auswirkung auf die Preise hat die vom Bund erhobene kostendeckende Einspeisevergütung zur Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien (KEV): Sie steigt voraussichtlich per 1. Januar 2018 von 1,5 auf 2,3 Rappen pro Kilowattstunde. Dies entspricht der maximalen Höhe der Abgabe, wie sie im neuen Energiegesetz («Energiestrategie 2050») vorgesehen ist, das am 21. Mai 2017 vom Stimmvolk angenommen wurde.

CKW warten Entscheid ab

Der Strompreis setzt sich aus den drei Komponenten Netze, Energie und Abgaben zusammen. Jede dieser Komponenten unterliegt unterschiedlichen Einflüssen. Hinzu kommt, dass jedes Stromunternehmen dank Effizienzmassnahmen bei der Festsetzung der Preise Spielraum hat. Je nach Anbieter bewegen sich die Preise deshalb nicht immer in die gleiche Richtung.

So haben die CKW am Dienstag bekanntgegeben, dass die Stromtarife nächstes Jahr sowohl für Privatkunden als auch für Geschäftskunden unverändert bleiben. Möglich sei dies dank der bereits im Vorjahr eingeleiteten Effizienzmassnahmen (Ausgabe von gestern). In Bezug auf die voraussichtlich steigenden Abgaben geben sich die CKW vorsichtig: Noch sei nicht klar, auf welchen Zeitpunkt hin der Bundesrat die beschlossene Erhöhung des Förderbeitrags einführe. Für ­einen 4-Personen-Haushalt würde die Erhöhung der Förderung von 1,5 auf 2,3 Rappen pro Kilowattstunde zirka 3 Franken pro Monat bedeuten. Aber eben: Offiziell beschlossen ist diese Erhöhung noch nicht. Die definitive Höhe des Zuschlags legt der Bundesrat im Rahmen der Umsetzungsmassnahmen für die Energiestrategie 2050 erst im vierten Quartal dieses Jahres fest.

Beim Stromanbieter WWZ rechnet man hingegen schon fest damit: Nächstes Jahr steige der Strompreis für Privat- und Gewerbekunden voraussichtlich um durchschnittlich 5,1 Prozent, heisst es in einer Mitteilung. Ohne den neuen Zuschlag würde der WWZ-Strompreis lediglich um 0,9 Prozent steigen.

EWL senkt die Tarife

Energie Wasser Luzern (EWL) gehört zu jenen Stromfirmen, die trotz steigender Abgaben den Strompreis hingegen senken können. Aufgrund tieferer Energiebeschaffungskosten und effizienter Netzbewirtschaftung senkt die EWL sowohl die Energie- wie auch die Netzpreise, teilte das Unternehmen gestern mit.

Die Luzerner Bevölkerung profitiert deshalb ab 1. Januar 2018 von einer Strompreisreduktion von 2,6 Prozent. Bewohner eines Haushalts mit einem durchschnittlichen Konsum von 2500 Kilowattstunden pro Jahr bezahlen 2018 mit EWL-Naturstrom rund 16 Franken weniger. Je nach Verbrauchsprofil und gewählter Stromqualität können die Veränderungen variieren. (mim)

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