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ENERGIE: Wasserwerke Zug: Mit Rekordzahlen ins Jubiläumsjahr

Das Energie- und Telekomunternehmen WWZ erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 mehr Umsatz und mehr Gewinn. Die Aktionäre kommen nun in den Genuss einer Sonderausschüttung.
Andreas Widmer, Direktor der Wasserwerke Zug (WWZ). (Bild: Stefan Kaiser)

Andreas Widmer, Direktor der Wasserwerke Zug (WWZ). (Bild: Stefan Kaiser)

Ernst Meier

ernst.meier@zugerzeitung.ch

Bei der WWZ gibts derzeit genug Gründe zum Feiern. Zum einen wird die einstige Wasser Werke Zug, die sich heute schlicht WWZ nennt, in diesem Jahr 125 Jahre alt. Zum anderen ist das Unternehmen so gut aufgestellt und unterwegs wie noch nie: Für das Geschäftsjahr 2016 weist die WWZ Rekordwerte aus.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 242,2 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn (Ebit) legte um 5,4 Prozent auf 51 Millionen Franken zu. Der Finanzgewinn von 6,5 Millionen Franken fiel zwar tiefer aus als im Vorjahr (7,3 Millionen Franken), unter dem Strich resultierte aber mit 44,8 Millionen Franken ein um 4,4 Prozent höherer Konzerngewinn.

«Trotz tieferen Verkaufspreisen konnten wir dank Effizienzsteigerungen, der hohen Nachfrage nach Telekom-Dienstleistungen und weiteren betrieblichen Optimierungen das operative Ergebnis steigern», erklärte Andreas Widmer, CEO der WWZ. In der Tat kam die kühlere Witterung zu Beginn des letzten Jahres der WWZ gleich mehrfach entgegen. Die detaillierten Zahlen der einzelnen Geschäftssparten:

  • Wasser: Die Bemühungen mit dem Rohstoff Wasser sparsam umzugehen, zeigen bei der Bevölkerung weiter Wirkung, denn im Berichtsjahr wurden 94 Wohn- und Gewerbeobjekte dem Wassernetz angeschlossen. Der Trinkwasserabsatz ging trotzdem um 0,2 Prozent auf 5,5 Millionen Kubikmeter zurück. Der Umsatz erreichte 10,1 Millionen Franken (+1,8 Prozent)
  • Strom: Der Stromverbrauch stieg im WWZ-Gebiet leicht, und zwar um 0,8 Prozent auf 717 Millionen Kilowattstunden. Der höhere Absatz ist auf die tieferen Temperaturen und Neuanschlüsse (146 Wohn- und Gewerbeobjekten) zurückzuführen. Weiter hat die WWZ in Baar eine erste öffentliche Stromtankstelle eröffnet und die eigene Flotte mit Elektrofahrzeugen ausgebaut. Heute zählt das Unternehmen sechs E-Fahrzeuge; im letzten Jahr kamen vier Autos dazu, bis Ende Jahr soll der Wagenpark 14 E-Fahrzeuge umfassen. Die firmeneigene Solarstromproduktion stieg um rund 20 Prozent auf 1,1 Millionen Kilowattstunden. Schweizweit verkaufte die WWZ 846 Millionen Kilowattstunden Strom (+7,9 Prozent). Laut Andreas Widmer zeigt dies die solide Kundenbasis des Unternehmens und der Erfolg im teilliberalisierten Strommarkt. Der Stromabsatz führte zu Einnahmen von 102,1 Millionen Franken (–3 %).
  • Erdgas/Biogas: Der Erdgasabsatz stieg um 1,8 Prozent auf 518 Millionen Kilowattstunden. Die Einnahmen beliefen sich auf 30,6 Millionen Franken (–5,1 Prozent). Während die Industrienachfrage aufgrund der tieferen Auslastung leicht zurückging, führten auch hier die kühlere Witterung und Neuanschlüsse (94 Wohn- und Gewerbeobjekte) zu mehr Verbrauch.
  • Wärme: Die Nachfrage nach Fernwärme nahm um 64,1 Prozent auf 25,6 Millionen Kilowattstunden zu. Die Verkäufe stiegen um 69,1 Prozent auf 4,9 Millionen Franken. Hinzu kam im Berichtsjahr das Fernwärmenetz mit zwei Energiezentralen und 140 Objekten in der Zuger Altstadt. Dieses will die WWZ in naher Zukunft mehrheitlich mit der thermischen Energie des Zugersees betreiben. Weiter verfolgt die WWZ das Projekt «Circulago». Dabei soll dereinst Zug und Baar-Süd mit Wärme und Kälte aus dem Zugersee versorgt werden. Ein entsprechendes Konzessionsgesuch bei den Behörden wurde 2016 eingereicht.
  • Telecom: Hoch blieb die Nachfrage nach Telekom-Dienstleistungen 2016. Die Zahl der Anschlüsse ging zwar aufgrund von wegfallenden Grundanschlüssen um 1,5 Prozent auf 126584 zurück, die WWZ verzeichnet jedoch durchwegs mehr Kunden: beim Internet (+7,9 Prozent), der Festnetztelefonie (+12 Prozent), Mobiltelefonie (+24 Prozent) und beim interaktiven TV (+28,8 Prozent). Ein Grund für die Zunahme: Immer mehr Personen entscheiden sich für ein gebündeltes Angebot mit allen Telekom-Dienstleistungen von einem Anbieter. Zugekauft hat die WZZ 2016 zudem die Klein-Kabelnetzbetreiber Jac. Steiner Söhne AG und die Fernsehgenossenschaft Affoltern am Albis. Der Umsatz erhöhte sich um 12 Prozent auf 67,3 Millionen Franken.

Zahlreiche Wechsel im Verwaltungsrat

Aufgrund der sehr guten Resultate und dem 125-Jahr-Jubiläum der WWZ wird der Generalversammlung (GV) neben einer unveränderten Dividende von 330 Franken eine Jubiläumsdividende von 125 Franken pro Aktie vorgeschlagen. Die GV findet am 27. April in der Bossard-Arena statt. Im Verwaltungsrat kommt es zu mehreren Rochaden. Beat Bussmann (Präsident), Hajo Leutenegger und Robert Bisig treten zurück. Neu stellen sich Claudia Wohlfahrtstätter, Frank Boller und Roland Staerkle (Ex-Präsident EVZ) zur Wahl. Der heutige Vizepräsident Heinz M. Buhofer steht zur Wahl zum VR-Präsidenten.

Laut Andreas Widmer ist die WWZ gut ins 2017 gestartet. Das kalte Wetter im Januar und Februar habe zu einem Energieabsatz über der Vorjahresperiode geführt. «Wir liegen auf Budgetkurs», sagte Andreas Widmer. Bei den Telekom-Dienstleistungen sei die Nachfrage anhaltend hoch, obwohl beim Grundanschluss weiterhin eine Konsolidierung stattfinde, sagte Widmer.

Zur bevorstehenden Abstimmung «Energiestrategie 2050» äusserte sich Andreas Widmer auf Anfrage. Er befürworte die Vorlage – die den Atomausstieg zum Ziel hat – obwohl er an der zunehmenden Regulierung keine Freude habe. Angesichts der Tatsache, dass der Bau neuer Kernkraftwerke beim Volk wohl keine Chance habe und auch wirtschaftlich keinen Sinn mache, befürwortet er den geplanten Atomausstieg.

Quelle: Geschäftsbericht WWZ (Bild: Grafik: mlu)

Quelle: Geschäftsbericht WWZ (Bild: Grafik: mlu)

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