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ENGELBERG: Schnee auf den Pisten spült Titlis-Bahnen Geld in die Kassen

Die Titlis-Bergbahnen steigern den Gewinn um satte 24 Prozent. Dies auch dank künstlicher Beschneiung. Zudem ist die ehemalige Skirennfahrerin Dominique Gisin als neues Mitglied des Verwaltungsrates vorgeschlagen.
Eine Gondel im Skigebiet Engelberg-Titlis. (Bild: Roger Grütter)

Eine Gondel im Skigebiet Engelberg-Titlis. (Bild: Roger Grütter)

Die Saison 2016/17 war definitiv kein Segen für die Schweizer Bergbahnen. Nebst dem teuren Schweizer Franken liess im Winter der Schnee lange auf sich warten. «Ausgeprägte Trockenheit, die Niederschlagsmengen erreichten im landesweiten Mittel nur rund die Hälfte der Norm», bilanzierte Meteo Schweiz. Gemäss dem Branchenverband Seilbahnen sanken die Ersteintritte (mindestens einmal das Drehkreuz passiert) auf den tiefsten Stand seit 25 Jahren.

Umso beeindruckender präsentiert sich das Jahresergebnis 2016/17 der Titlis-Bergbahnen (siehe Box). Mehr Skifahrer, mehr Tagestouristen, mehr Verkäufe, mehr Übernachtungen – unter dem Strich das zweitbeste Ergebnis überhaupt. Ein Resultat, wie es nur dank Investitionen in Beschneiungsanlagen möglich war, wie Geschäftsführer Norbert Patt auf Anfrage erklärt. «Gerade bei knappen Schneeverhältnissen garantieren wir – dank der geografischen Lage zum einen und wegen der Beschneiungsanlagen zum anderen – eine hohe Produktesicherheit, sprich Schnee auf den Pisten», so Patt. Investitionen, die sich auch in den Jahreszahlen niederschlagen. Der Betriebsaufwand der Titlis-Bergbahnen stieg um 7 Prozent auf 43,3 Millionen Franken. Dafür war die Bahn von Engelberg bis Stand bereits im November durchgehend, und die Piste Stand–Trübsee vom 12. November bis am 28. Mai geöffnet.

Dividende erhöht

Der Betriebsertrag der Titlis-Bergbahnen stieg im letzten Jahr um 8,3 Prozent auf 73,2 Millionen Franken. Der Gewinn belief sich auf 15,5 Millionen, ein Plus von 24 Prozent. Der Eigenkapitalanteil erhöhte sich von 83 auf 87 Prozent. Der Verwaltungsrat (VR) beantragt eine um 5 Prozent höhere Dividende von 8.40 Franken je Aktie. Ebenfalls schlägt der VR Dominique Gisin als neues Mitglied vor. Die ehemalige Skirennfahrerin soll Nachfolgerin des zurückgetretenen Michel Péclard werden. (rab)

Asiatische Gruppenreisen nehmen wieder zu

Insgesamt zählte man in dem im Oktober abgelaufenen Geschäftsjahr 1,16 Millionen Gäste, wobei davon nur die Hälfte dem Wintergeschäft zuzuordnen sind. Rund 50 Prozent des Umsatzes generieren die Titlis-Bergbahnen in den Sommermonaten. Dabei hätten sich die Gästezahlen von Mai bis Oktober im Vergleich zum Vorjahr deutlich erholt. Dies, nachdem im Sommer 2016 die Zahl der Touristen aus asiatischen Ländern rückläufig war. «Die Terrorgefahr sowie die neu eingeführte biometrische Erfassung des neuen Visa-Informationssystems, führten zum Rückgang», so Patt. Dies sei mitunter ein Grund, dass man sich bei den Titlis-Bergbahnen auf das stabile Kundensegment Schneesport, insbesondere der «Schweizer Skifahrer», konzentriere. «Projekte wie die Bergstation Titlis, die Talstation in Engelberg, der Weiterausbau der Beschneiungsanlagen und die Erneuerung der Sesselbahn Engstlenalp sind in Planung», heisst es weiter. Diese Investitionen seien für einen weiteren Erfolg unumgänglich.

Ebenfalls erfreulich entwickelten sich die Beherbergungsbetriebe der Titlis-Bergbahnen. Allen voran das Hotel Terrace. Zusammen mit dem Titlis-Resort und dem Berghotel Trübsee verzeichnete man 128'018 Logiernächte – 6000 mehr als im Vorjahr. Der Ertrag Kiosk und Handelswaren wurde um 21,7 Prozent auf 2,65 Millionen Franken gesteigert, was in erster Linie auf den Kiosk bei der Talstation zurückzuführen sei.

Raphael Bühlmann

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