ENTLEBUCH: Stadträtin Franziska Bitzi Staub verlässt Clientis EB

Die Clientis EB Entlebucher Bank hat ein gutes Jahr hinter sich. Im Verwaltungsrat kommt es zu zwei Abgängen.

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Stadträtin Franziska Bitzi Staub (43) tritt aus Verwaltungsrat aus. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 16.09.2016))

Stadträtin Franziska Bitzi Staub (43) tritt aus Verwaltungsrat aus. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 16.09.2016))

Seit 16 Jahren sitzt Franziska Bitzi Staub im Verwaltungsrat der Clientis EB Entlebucher Bank. Im Frühjahr wird die 43-jährige Juristin nun abtreten. Grund: Die im Entlebuch aufgewachsene Christdemokratin ist im November in den Luzerner Stadtrat gewählt worden. Wie Bankdirektor Alfons Schmid sagt, habe sich Franziska Bitzi Staub deshalb entschieden, an der Generalversammlung vom 18. März 2017 nicht mehr zur ­Wiederwahl anzutreten. Einen ­direkten Nachfolger oder eine Nachfolgerin werde es vorerst nicht geben: «Wir werden den Verwaltungsrat zunächst von heute sieben auf vorläufig sechs Mitglieder verkleinern. Im Verlauf des Jahres wird dann entschieden, wie sich das Aufsichtsgremium künftig zusammensetzen soll.»

Neben Bitzi Staub tritt auch Vizepräsident David Portmann, Chef von Möbel Portmann, im März nicht mehr an. Er sass 13 Jahre im Verwaltungsrat der Clientis EB. An seiner Stelle soll Josef Felder, Leiter der Schüpfheimer Niederlassung der Gewerbe-Treuhand AG, gewählt werden. Wer das Vizepräsidium übernehmen wird, ist allerdings noch offen.

Steuerbefreite Ausschüttung

Die Clientis EB hat am Mittwoch zudem das Ergebnis des vergangenen Jahres vorgestellt. Die Bank, die in Schüpfheim, Entlebuch, Escholzmatt, Malters und Marbach 44 Personen beschäftigt, konnte den Gewinn um 3 Prozent auf 2,3 Millionen Franken steigern. Die Ausleihungen nahmen um 4,3 Prozent auf 807 Millionen Franken zu. Bei den Kundengeldern legte die Bank um 6,3 Prozent auf 667 Millionen Franken zu. Die Bank hat letztes Jahr erstmals minimal Negativzinsen für Kapital bezahlt, das sie bei der Schweizerischen Nationalbank deponiert hat. «Wir haben den Negativzins aber nicht weiter­belastet», so Schmid.

Der wichtigste Ertragspfeiler, der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft, nahm um 5,2 Prozent auf 12,2 Millionen zu. Insgesamt resultierte ein um 7,9 Prozent höherer Geschäftserfolg von 4,7 Millionen Franken. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 5,1 Prozent auf 894 Millionen Franken.

An der Generalversammlung wird anstelle der Dividende wiederum eine Ausschüttung aus der Reserve aus steuerbefreiten Kapitaleinlagen beantragt. Die Ausschüttung beträgt 4 Franken pro Aktie nach 6 Franken im Vorjahr.

Maurizio Minetti

maurizio.minetti@luzernerzeitung.ch