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Kommentar

Die Bezahl-App Twint ist der Erfolg eines Kompromisses

Obwohl die Bezahl-App Twint noch am Anfang steht, ist sie schon heute eine Erfolgsgeschichte. Die Banken haben realisiert, dass es beim Zahlungsverkehr einen Schweizer Schulterschluss braucht.
Maurizio Minetti
Maurizio Minetti

Maurizio Minetti

Noch wird in der Schweiz am liebsten mit Bargeld bezahlt. Noch. Denn die neuen digitalen Zahlungsmittel verbreiten sich immer schneller. Zu diesen Zahlungsmitteln gehört auch die von den Schweizer Banken lancierte App Twint. Mit ihr kann man nicht nur an der Ladenkasse, auf dem Blumenfeld, im Hofladen oder im Onlineshop bezahlen, sondern in Städten wie Zug und Luzern auch die Parkuhr füttern. Besonders beliebt ist Twint aber vor allem deshalb, weil man mit der App per Fingertipp Geld überweisen kann. Kleine Schulden werden so schnell beglichen.

Gewiss: Twint steht noch ganz am Anfang. Nicht selten ist das Personal an der Kasse überfordert, wenn man das Smartphone zückt und mit Twint bezahlen möchte. Doch Stand heute ist Twint eine Erfolgsgeschichte. Es ist nämlich eines der sehr seltenen Exemplare eines Produkts, das dank einer breit abgestützten Branchenkooperation zustande gekommen ist. Anfänglich bekämpften sich noch zwei Lager innerhalb der Finanzindustrie mit eigenen Bezahllösungen. Doch rechtzeitig genug haben die Banken realisiert, dass es beim Zahlungsverkehr einen Schweizer Schulterschluss braucht. Der Kompromiss hat Twint geboren.

Dass es auch anders geht, zeigen Negativbeispiele wie E-Voting oder das lange Ringen um den Schweizer Standard für eine digitale Identität. Suisse ID, Swiss ID, Genfer E-Voting-System, E-Voting der Post: Bürgerinnen und Konsumenten trauen all diesen Systemen nicht, weil es zu viele davon gibt. Bei Twint ist das nicht der Fall. Es gibt für das mobile Bezahlen nur eine Schweizer Lösung und die heisst Twint. Ihr ist zu wünschen, dass sie sich gegen die ausländische Konkurrenz durchsetzt.

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