Steuerstreit
Ermotti: «UBS wird Globallösung nicht mitbezahlen»

Im Wirbel um den Steuerstreit der Schweiz mit der USA nimmt nun UBS-Chef Sergio Ermotti Stellung. Er spricht im Interview über die Rolle der Bank und betont, dass ihre Probleme mit den USA längstens gelöst sind.

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«Wir haben unsere Probleme in den USA 2010 gelöst», antwortet Sergio Ermotti auf die Frage, ob die UBS im Fall einer Globallösung im Steuerstreit mit Amerika nochmals zahlen müsste. Der CEO beobachtet die Entwicklung mit Interesse, glaubt aber nicht, dass die Grossbank betroffen sein wird.

Der Investmentbank, die wiederum unter den Erwartungen blieb, schreibt er eine «grosse Bedeutung für unser Businessmodell zu.»

Die Grossbank hat 2011, wie sie heute bekanntgab, einen Reingewinn von 4,23 Milliarden Franken erzielt. Im Ergebnis widerspiegeln sich die Flaute an den Kapitalmärkten und der Kostendruck in der Vermögensverwaltung. 2010 hatte die UBS unter dem Strich noch 7,53 Milliarden verdient.

Experten hatten mehr erwartet

Im vierten Quartal hat die UBS gerade noch einen Gewinn von 393 Mllionen Franken verbuchen können. Sie lag damit deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahrs, als sie von Oktober bis Dezember noch über eine Milliarde Franken verdiente. Auch im dritten Quartal 2011 blieben der grössten Schweizer Bank unter dem Strich rund das Vierfache übrig, obwohl damals ein Händler in London über 2 Milliarden Dollar in den Sand gesetzt hatte.

Auch die Analysten hatten mit einem besseren Quartalsergebnis gerechnet.

Geld verdient hat die UBS hauptsächlich mit der Vermögensverwaltung. Im vierten Quartal betrug der Vorsteuergewinn der Sparte - inklusive dem Schweizer Bankgeschäft - 882 Millionen Franken und war damit deutlich weniger als noch ein Quartal davor, als das Spartenergebnis sich noch auf über 1,5 Milliarden Franken belief. (zam/rsn)