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Erneut ein Rekord: Schweizweit stehen 75 323 Wohnungen leer

In der Schweiz stehen nochmals mehr Wohnungen leer. Der Aufwärtstrend hat sich jedoch im Vergleich zu den Vorjahren etwas abgeschwächt
Wie schnell gehen die Wohnungen weg? Neu gebautes Mehrfamilienhaus (Bild: Sandra Ardizzone)

Wie schnell gehen die Wohnungen weg? Neu gebautes Mehrfamilienhaus (Bild: Sandra Ardizzone)

(nav/sda) Die Zahl leer stehender Wohnungen hat in der Schweiz zwar weiter zugenommen. Nach einem zweistelligen Wachstum im Vorjahr fiel die Zunahme in den letzten zwölf Monaten jedoch moderat aus, wie das Bundesamt für Statistik am Montag bekanntgab.

Insgesamt standen per 1. Juni 2019 in der Schweiz 75'323 Wohnungen leer. Das waren 1,66 Prozent des gesamten Bestandes an Wohnungen (einschliesslich Einfamilienhäuser). Im Vergleich zum Vorjahr waren 3029 Wohnungen mehr nicht belegt, was einer Zunahme von 4,2 Prozent entspricht.

80 Prozent mehr leere Wohnungen als noch fünf Jahre zuvor

Wobei es eine grosse Differenz gab zwischen Wohnungen, die verkauft werden sollen, und solchen, die vermietet werden. Die Zahl der leerstehenden Eigentumswohnungen ging etwas zurück, während es rund 5 Prozent mehr leerstehende Mietwohnungen gab.

Damit hält der seit 10 Jahren zu beobachtende Aufwärtstrend an. 2019 standen fast 80 Prozent mehr Wohnungen leer als noch fünf Jahre zuvor. Die Dynamik im Wohnungsmarkt hat sich jedoch verlangsamt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte die Zunahme an leeren Wohnungen noch 13 Prozent betragen.

Die Gemeinde mit den meisten Leerständen findet sich im Kanton Bern

Für die gesamte Schweiz betrug die Leerwohnungsziffer per 1. Juni letzten Jahres 1,62 Prozent. Wobei die Situation in den Grosszentren – Zürich, Bern, Basel, Genf und Lausanne – sich stark von der übrigen Schweiz unterscheidet. In den Grosszentren steht die Leerwohnungsziffer bei 0,46 Prozent, gemäss einer Schätzung der Credit Suisse. In der übrigen Schweiz ist es vier Mal so viel: 1,9 Prozent.

In der Deutschweiz fand sich die Gemeinde mit der höchsten Leerwohnungsziffer im Kanton Bern. In der Gemeinde Pieterlen standen 11.8 Prozent aller Wohnungen leer, gemäss Bundesamt für Statistik. Die nächsthöchste Leerwohnungsziffer findet sich im Kanton Solothurn: Langendorf kommt auf einen Anteil von 11.7 Prozent. Dann folgte Hallau im Kanton Schaffhausen (10.84 Prozent) und schliesslich im Kanton Aargau die Gemeinde Koblenz (10,76 Prozent). In der Vergangenheit musste jedoch das Bundesamt für Statistik auch schon die Daten von Gemeinden revidieren. Manchmal, weil die Gemeinden schlicht ihre Statistiken nicht auf den neuesten Stand gebracht hatten.

Unter den Kantonen wies der Solothurn, wie schon im letzten Jahr, die schweizweit höchste Leerwohnungsziffer aus und überschritt als einziger Kanton markant die Drei-Prozent-Marke (von 2,98% auf 3,40%). Hohe Leerstandquoten seien auch in den Kantonen Thurgau (2,65%), Jura und Aargau (je 2,59%) festzustellen.

Die tiefste Ziffer sei erneut im Kanton Zug registriert (0,42%) worden. Auch in den Kantonen Genf (0,54%), Obwalden (0,87%) und Zürich (0,89%) seien die Leerwohnungsziffern unter der Ein-Prozent-Marke geblieben.

In absoluten Zahlen, so das Bundesamt für Statistik weiter, sei im Kanton Tessin die Anzahl Leerwohnungen am stärksten gestiegen (+708 Leerwohnungen), während die meisten unbesetzten Wohnungen mit 10 581 Einheiten im Kanton Bern gezählt worden seien. Die grösste Angebotsverknappung der Leerwohnungen hätte der Kanton Zürich (–675 Einheiten) und der Kanton Wallis (–615 Einheiten) vermeldet. Insgesamt hätten sich die Leerstände in 21 Kantonen erhöht, in 5 Kantonen nahmen sie ab.

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