Kommentar

Es braucht langfristig neue Technologien, um die Energiewende zu schaffen

Die CKW geht mit ihrer Speicherbatterie den richtigen Weg. Es braucht aber Ausdauer.

Maurizio Minetti
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Maurizio Minetti.

Maurizio Minetti.

Im Sommer zu viel, im Winter zu wenig: Erneuerbare Energie wie Solarstrom lässt sich nach wie vor nicht optimal und vor allem wirtschaftlich speichern. Gleichzeitig haben es Windräder in der Bevölkerung noch immer schwer. Dem grössten Zentralschweizer Stromversorger CKW bleibt vor diesem Hintergrund nichts anderes übrig, auf dem Weg zur Energiewende den Wasserstrom zu forcieren – und Strom zu importieren.

Tatsache ist: Die Energiewende ist mittelfristig ohne Importstrom nicht zu schaffen, aber das ist auch in Ordnung so. Der Schritt hin zu einer fossil- und nuklearfreien Energieversorgung ist nämlich enorm und er ist nicht nur innerhalb einer Generation zu schaffen. Strom muss importiert werden, solange keine zuverlässige und wirtschaftliche Möglichkeit besteht, zum Beispiel den Solarstrom zu «überwintern». Wenn bald der Atomstrom wegfällt, verschärft sich dieses Problem gar und es muss mittelfristig noch mehr Strom importiert werden.

Deshalb ist es wichtig, dass Stromproduzenten schon jetzt den Blick nach vorne richten. Sie sind gefordert, alles zu unternehmen, um das Speicherproblem so schnell wie möglich zu lösen. Die CKW installiert nächstes Jahr in Rathausen zwei 50 Tonnen schwere Speicherbatterien – das ist schweizweit ein Novum und ein wichtiger erster Schritt. Zwar ist damit das Speicherproblem im Winter längst nicht gelöst, aber der eingeschlagene Weg ist der richtige.