Schifffahrt

EU rügt Italien für Nachlässigkeit bei Schiffssicherheit

Italien ist nach Ansicht der EU-Kommission beim Thema Schiffssicherheit zu nachlässig. Viereinhalb Monate nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" rügte die Kommission am Donnerstag die Regierung in Rom, weil das Land EU-Normen für Schiffsausrüstungen nicht umgesetzt habe.

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Das verunglückte Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" (Archiv)

Das verunglückte Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" (Archiv)

Keystone

Sollte Italien dies nicht innerhalb von zwei Monaten tun, kann die Kommission vor den Europäischen Gerichtshof ziehen.

Die EU-Normen sollen ein einheitliches und hohes Sicherheitsniveau an Bord europäischer Schiffe gewährleisten und zugleich den grenzüberschreitenden Handel der Ausrüstungen erleichtern. Sie betreffen zum Beispiel Rettungs- und Brandschutzausrüstungen sowie die Funktechnik, hiess es in der Erklärung.

Das italienische Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" war am 13. Januar vor Giglio im Westen Italiens auf Grund gelaufen, leck geschlagen und gekentert. Mehr als 30 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben.