Fall Madoff holt Luzerner Kantonalbank ein

Zivilprozess findet in Zürich statt. 

Maurizio Minetti
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Bernard Madoff in einer Aufnahme aus dem Jahr 2009. (Bild: Stuart Ramson/AP)

Bernard Madoff in einer Aufnahme aus dem Jahr 2009. (Bild: Stuart Ramson/AP)

Laut einem Bericht von «Inside Paradeplatz» hat am Dienstag in Zürich ein Zivilprozess gegen die Luzerner Kantonalbank (LUKB) begonnen. Es geht dabei um die Zürcher Privatbank Adler, welche von der LUKB 2010 integriert worden ist. Die LUKB-Tochter soll ihren Kunden angeblich ohne richtige Aufträge Madoff-Fonds ins Depot gelegt haben. Der Anlagebetrüger Bernard Madoff hatte jahrzehntelang einen Investmentfonds nach einem Schneeballsystem betrieben. Das System flog Ende 2008 auf.

Im Prozess gehe es um die Frage, ob die Kunden die Aufträge für die Madoff-Fonds selbst erteilt hatten oder ob der Bank-Berater von sich aus die Fonds für die Kunden erwarb, ohne die Kunden zu informieren, berichtet «Inside Paradeplatz». Die Kläger aus Holland machen offenbar insgesamt 5 Millionen Schadenersatz geltend. Die meisten der Geschädigten hätten sich mit der Mutterbank LUKB aber geeinigt, schreibt der auf die Finanzindustrie spezialisierte Blog.

Ein LUKB-Sprecher sagte auf Anfrage unserer Zeitung, man äussere sich grundsätzlich nicht zu laufenden Verfahren.