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FARMY: Online-Hofladen lockt Investoren an

Die Digitalisierung hat längst auch die Bauernhöfe erreicht. Der Anbieter des Online-Hofladens Farmy bekommt neue Investoren. Die Rothenburger Pistor bleibt beteiligt.

Heute wird der Online-Hofladen Farmy.ch drei Jahre alt. Und obwohl das Jungunternehmen gemäss Prognosen erst in zwei Jahren die Gewinnschwelle erreichen wird, wächst es schon ganz ordentlich. Die von Roman Hartmann und Tobias Schubert gegründete Firma mit Sitz in Zürich peilt dieses Jahr bereits einen Umsatz von mehr als 6 Millionen Franken an, wie Hartmann kürzlich der «Handelszeitung» sagte.

Farmy verkauft regionale und biologische Produkte wie Früchte, Gemüse, Fleisch, Brot, Milchprodukte oder Selbstgemachtes. Dieses Geschäftsmodell kommt nicht nur bei den Konsumenten gut an; es hat in den letzten Monaten auch mehrere prominente Investoren angelockt. Laut der «Handelszeitung» hat Farmy kürzlich eine Finanzierungsrunde über 5 Millionen Franken abgeschlossen. Zu den Investoren gehört auch der IT-Unternehmer und Zürcher FDP-Ständerat Ruedi Noser. Er sitzt neu im Verwaltungsrat von Farmy.

Der zweite neue Investor und Verwaltungsrat ist der Denner-Erbe Fabio Borzatta. Der 39-jährige Enkel des langjährigen Denner-Patrons Karl Schweri ist seit zehn Jahren als Inhaber des Zürcher Restaurant-Lieferanten Settegusti in Zürich aktiv. Laut der «Handelszeitung» steht Borzatta mit seinem Investment für rund die Hälfte der eingesammelten 5 Millionen Franken. Er selber sagt dazu: «Es handelt sich um eine Grösse, die mir eine gewisse Mitsprache erlaubt.»

Migros, Coop und Amazon als Konkurrenten

Mit dem frischen Geld möchte Farmy das weitere Wachstum finanzieren, denn der Abstand zu den dominanten Playern Le Shop (Migros-Tochter, Umsatz: 182 Millionen Franken) und Coop@home (129 Millionen Franken) ist noch gross. Gleichzeitig wird immer wieder über einen Markteintritt des E-Commerce-Riesen Amazon in den Schweizer Markt für Lebensmittelversand spekuliert. Farmy will nun das Weinsortiment ausbauen und auch Haushaltsartikel, Babynahrung und Fertiggerichte anbieten.

Bereits vor einem Jahr war der Rothenburger Gastro- und Bäckereien-Zulieferer Pistor bei Farmy eingestiegen. Wie eine Sprecherin auf Anfrage erklärt, besitzt Pistor nach wie vor eine Minderheit der Anteile. Ziel der Partnerschaft zwischen Pistor und Farmy ist es, ein landesweit flächendeckendes System von Abholstellen in Bäckereien zu etablieren. Die Genossenschaft Pistor gehört rund 1600 Schweizer Bäckereien.

Maurizio Minetti

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