Feldschlösschen
Feldschlösschen-CEO denkt über Bier nach, dass es nur in Beizen gibt

Nach einem vierjährigen Frankreich-Abstecher ist Thomas Amstutz seit August 2012 wieder Feldschlösschen-Chef. Diese Position hatte der 45-Jährige schon von 2005 bis 2008 inne.

Thomas Schlittler
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Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz machts vor: «Prost!»

Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz machts vor: «Prost!»

Emanuel Freudiger

Herr Amstutz, die letzten vier Jahre führten Sie Kronenbourg, die grösste französische Brauerei. Jetzt stehen Sie wieder an der Spitze von Feldschlösschen, der Marktführerin in der Schweiz. Wie unterscheiden sich die beiden Länder?
Thomas Amstutz: In Frankreich ist der Pro-Kopf-Konsum von Bier etwa halb so hoch wie in der Schweiz. In der Schweizer Kultur ist das Bier viel stärker verankert.
Trotzdem schrumpfte der Schweizer Biermarkt 2012 um 0,1 Prozent. Die inländischen Brauereien haben sogar 0,9 Prozent verloren. Worauf führen Sie das zurück?

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Feldschlösschen gehört zur dänischen Carlsberg-Gruppe und gab gestern bekannt, dass man den Umsatz 2012 um 0,6 Prozent steigern konnte. Das abgesetzte Biervolumen auf dem Schweizer Markt ging aber um 0,5 Prozent zurück. Der Branchenprimus hat hierzulande einen Marktanteil von über 40 Prozent. Genaue Zahlen gibt das Unternehmen nicht bekannt.

Wirteverband: «Kein bisschen bewegt»

Der Basler Wirteverband bestätigt auf Anfrage, dass die Gespräche mit Feldschlösschen «freundlich und konstruktiv» verlaufen seien. «Bewegt hat sich Feldschlösschen aber kein bisschen», sagt Maurus Ebneter, Vorstandsmitglied des Verbands. Die Wirte beklagen sich, dass sie bei Preiserhöhungen der Brauereien nicht aus den Verträgen aussteigen könnten, und wollen zudem weniger strikte Exklusivklauseln. Bei ausländischen Bieren, die Feldschlösschen vertreibt, fordert der Wirteverband zudem die Weitergabe von Währungsvorteilen. «Weitere Parallelimporte und Rampenverkäufe sind nicht ausgeschlossen», so Ebneter. (TSC)