Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Fenster aus Schweizer Produktion: Edelweiss investiert in eine Fabrik im Hinterthurgau

Der Werkplatz Schweiz ist für den Fensterbau ein teures Pflaster. Dennoch investiert die Edelweiss Fenster AG mit Hauptsitz in Wil in ein neues Produktionswerk in Münchwilen.
Thomas Griesser Kym
Mitarbeitende der Edelweiss Fenster AG bauen ein Fenster ein. (Bild: PD)

Mitarbeitende der Edelweiss Fenster AG bauen ein Fenster ein. (Bild: PD)

«Ich glaube an den Produktionsstandort Schweiz.» Das sagt Walter Koller. Am Mittwoch hat der Geschäftsführer der Edelweiss Fenster AG seinen Worten Taten folgen lassen. Zusammen mit seinem Team hat Koller in Münchwilen den Spatenstich gesetzt für den Edelweiss-Gewerbepark. Entstehen soll auf einer Fläche von 100 mal 25 Metern eine zweistöckige Halle. In dieser will Edelweiss das Erdgeschoss selber nutzen, während der obere Teil vermietet werden soll. Die Investitionssumme beträgt 6,8 Millionen Franken.

Walter Koller, Geschäftsführer der Edelweiss Fenster AG. (Bild: PD)

Walter Koller, Geschäftsführer der Edelweiss Fenster AG. (Bild: PD)

Geplant ist, am Hinterthurgauer Standort im Mai kommenden Jahres mit der Produktion von Kunststofffenstern zu beginnen. Das Argument des kostenintensiven Standorts Schweiz kontert Koller mit Verweis auf «neuste Technik und eine klare Strategie». Edelweiss verspricht in Münchwilen «die schnellste und modernste» Produktion hochqualitativer Kunststofffenster. Teil der Strategie ist auch das Versprechen, Wiederverkäufer wie Schreinereien oder Zimmereien innert acht Tagen mit den bestellten Fenstern zu bedienen.

Visualisierung des neuen Standorts in Münchwilen. (Bild: PD)

Visualisierung des neuen Standorts in Münchwilen. (Bild: PD)

EgoKiefer hat in den Osten verlagert

Am neuen Standort Münchwilen wolle man diese Frist sogar noch unterbieten, schreibt Edelweiss. Ebenso wichtig sei aber auch der Kundenkontakt, was durch die Nähe der Produktion gewährleistet sei. Im Werk Münchwilen will Edelweiss laut eigenen Angaben sechs Arbeitsplätze schaffen. Momentan hat das Unternehmen rund 40 Beschäftigte. Bisher fertigte Edelweiss die Kunststofffenster im Ausland.

Andere Fensterbauer gehen den umgekehrten Weg. So hat etwa die Arbonia-Tochter EgoKiefer aus Kostengründen ihre Fensterproduktion von Altstätten und Villeneuve im Waadtland in die Slowakei und den Osten Deutschlands verlagert. Dadurch gingen in den vergangenen Jahren hierzulande 250 Arbeitsplätze verloren

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.