Finanzen
Luzerner lanciert «Schönheitswettbewerb» für institutionelle Anleger und Asset Manager

Eine neue Internetplattform will institutionelle Investoren wie Pensionskassen mit Vermögensverwaltern zusammenbringen. Vorerst ist der Service für beide Seiten kostenlos.

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Andreas Troxler in der Kreativfabrik 62 in Oberkirch.

Andreas Troxler in der Kreativfabrik 62 in Oberkirch.

Bild: Pius Amrein.

(mim) Andreas Troxler, zusammen mit Manuel Lichtsteiner das Gesicht hinter dem Coworkingspace-Anbieter Kreativfabrik 62 in Oberkirch, hat ein neues Projekt gestartet. Unter beautycontest.ch hat er eine schweizweite Online-Plattform für das Asset Management lanciert. In diesem Zusammenhang versteht man unter Asset Management vereinfacht gesagt die Verwaltung von Vermögen. Institutionelle Anleger wie etwa Pensionskassen oder Versicherungen besitzen in der Regel Milliarden, die sie gewinnbringend für ihre Kunden investieren müssen. Im Finanzjargon spricht man von einem «Beauty Contest», wenn sich Vertreter von Vermögensverwaltern (Asset Managern) wie etwa Banken mit institutionellen Investoren wie Pensionskassen physisch treffen.

Mit beautycontest.ch will Troxler nun Investoren mit Asset Managern in der Schweiz auch virtuell verbinden. Die neue Plattform ermögliche Investoren die anonymisierte Suche nach geeigneten Assets und Asset Managern vor dem aufwendigen «Beauty Contest»-Verfahren, teilt Troxler mit. Die neue Plattform sei sowohl Suchmaschine wie auch Branchenbuch und könne von beiden Parteien kostenlos genutzt werden. Bereits sind renommierte Namen wie Baloise Asset Management, Luzerner Kantonalbank, Mobiliar oder Vontobel mit an Bord. Laut Troxler gab es in der Schweiz bislang keine vergleichbare Plattform.

«Wir sind keine Software oder Datenbank. Beautycontest.ch ist ein offenes Netzwerk und vermittelt zwischen qualifizierten Investoren und Asset Managern. Wir wollen mit der neuen Plattform das Schweizer Asset Management demokratisieren und internationalisieren», so Troxler.

Ist die Plattform am Markt erfolgreich, will er ab 2022 bei den Asset Managern eine Gebühr verlangen – «in der Höhe einer vertretbaren jährlichen Werbeinvestition», wie Troxler sagt. Die Asset Manager sollen vorgängig über diesen Wechsel informiert werden. «Diese Einnahmen fliessen dann in den technischen Ausbau der Plattform wie auch die internationale Vermarktung bei qualifizierten Investoren», so Troxler.