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FINANZPLATZ: Geldwäschereiverdacht gegen Janukowitsch-Clan erhärtet

Die Ukraine-Krise beschäftigt die Schweizer Behörden immer mehr. Bundesanwaltschaft hat am Donnerstag gleich zwei Strafuntersuchungen ausgelöst.
Bundesanwalt Michael Lauber ermittelt wegen Geldwäscherei gegen mehrere Personen aus dem Umfeld des ukrainischen Ex-Ministerpräsidenten Viktor Janukowitsch. Das Bild zeigt ihn bei einer Pressekonferenz in Bern. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Bundesanwalt Michael Lauber ermittelt wegen Geldwäscherei gegen mehrere Personen aus dem Umfeld des ukrainischen Ex-Ministerpräsidenten Viktor Janukowitsch. Das Bild zeigt ihn bei einer Pressekonferenz in Bern. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Nach der Genfer Justiz ermittelt jetzt auch die Bundesanwaltschaft (BA) gegen den Clan des gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Sie hat am vergangenen Donnerstag gleich zwei Strafuntersuchungen wegen Verdachts auf Geldwäscherei eröffnet, wie Bundesanwalt Michael Lauber im Interview der «Zentralschweiz am Sonntag» bekannt gab. Das eine Verfahren richtet sich gegen zwei Personen aus dem Umfeld von Janukowitsch, das andere gegen unbekannte Täterschaft.

Die Bundesanwaltschaft wurde auf Grund von zwei Anzeigen der Geldwäscherei-Meldestelle des Bundes aktiv. Bei ihr müssen Banken und andere Akteure auf dem Finanzplatz Meldung erstatten, wenn sie einen begründeten Verdacht auf Geldwäscherei haben. Welche Personen aus der Entourage von Janukowitsch im Visier der Bundesanwaltschaft sind, gab Lauber nicht bekannt.

Gespräche mit Genf laufen

Die Genfer Justiz ermittelt bereits seit dem 27. Februar gegen den früheren ukrainischen Präsidenten und dessen Sohn Alexander. Lauber schliesst nicht aus, dass die Bundesanwaltschaft auch dieses Verfahren übernimmt. «Wir sind mit den Genfer Kollegen im Gespräch», sagte er. Lauber ist zudem mit der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft in Kontakt. Der frühere Generalstaatsanwalt, der zusammen mit seinem Sohn auf der schwarzen Liste des Bundesrats ist, weilte noch im letzten Herbst in der Schweiz. Er habe ihn zu einem Höflichkeitsbesuch empfangen, sagte Lauber.

Der Bundesanwalt machte überdies auf die Schwierigkeiten bei den Ermittlungen gegen Oligarchen aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion aufmerksam. Die Vortat zur Geldwäscherei ist meist im Ausland und oft nur schwer nachzuweisen. Das wichtigste für die Bundesanwaltschaft sei, die Prinzipien des schweizerischen Rechtsstaats auch in ausserordentlichen politischen Lagen durchzusetzen und sich von keiner Seite instrumentalisieren zu lassen. «Immer einfach ist das nicht», fügte Lauber an.

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