Mode

Frau trägt an Weihnachten Lanvin

Die Spezialkollektion von Designer Alber Elbaz für H&M ist ein Erfolg. In der Schweiz sind die meisten Stücke ausverkauft.

Sabina Sturzenegger
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Am Dienstag kam sie in die Läden, bereits gestern war sie praktisch weg: Die Kollektion des Pariser Modehauses Lanvin für den schwedischen Kleiderriesen Hennes & Mauritz (H&M) fand auch in der Schweiz reissenden Absatz. Alber Elbaz, der aus Israel stammende Kreativchef von Lanvin, trifft offenbar genau den Nerv der vorweihnachtlichen Zeit. Die Kollektion enthält viele weibliche, oft schulterfreie Kleider mit üppigen Rüschen und Tüll, in Blumenmustern und satten Farben.

In den sechs grössten H&M-Filialen der Schweiz – zweimal in Zürich sowie in Basel, Bern, Lausanne und Genf – waren die Kleiderständer gestern schon fast leer, in den Regalen nur noch Highheels ab Grösse 40 zu finden. «Die Kollektion ‹Lanvin for H&M› war ein grosser Erfolg», bestätigt Sprecherin Verena Cottier. Insbesondere das «kleine Gelbe», das eine Schulter freilässt, hat es den Schweizerinnen angetan. Sehr gefragt waren laut Cottier aber auch die
T-Shirts mit Applikationen und
Accessoires wie die Sonnenbrille.

Neues Wartesystem

Dabei mussten sich die Damen die begehrten Teile diesmal nicht gegenseitig aus den Händen reissen: Ein neues Wartesystem, bei dem die Kundinnen ein Armbändchen mit einer Einkaufs-Uhrzeit bekamen, verhinderte ein zu grosses Gedränge und Gehässigkeiten. Zudem durfte man nicht «hamstern»: Pro Grösse war nur ein Artikel zum Kauf erlaubt. Das hat H&M aus früheren «Shopping-Schlachten» gelernt.

Nicht nur in kommerzieller Hinsicht dürfte sich die Lanvin-Kollektion gelohnt haben, sie gilt auch modemässig als Höhepunkt: Es sei «die beste», die je bei einer Zusammenarbeit zwischen dem schwedischen Textilriesen und einem grossen Namen entstanden ist, finden Experten.

Ziemlich genau vor sechs Jahren hatte der deutsche Modeschöpfer Karl Lagerfeld mit der ersten H&M-Kollaboration für Furore gesorgt. Es folgten Stella McCartney, Viktor&Rolf, Roberto Cavalli, Rei Kawakubo für Comme des Garçons, Matthew Williamson, Jimmy Choo und Sonia Rykiel.