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Frührente: Pfusch am Bau

Redaktor Daniel Zulauf über Frührenten im Baugewerbe.
Daniel Zulauf
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Ein Dach flickt man am besten, wenn die Sonne scheint. Was alle Hauseigentümer wissen, hat sich im Baugewerbe noch nicht herumgesprochen. 2015 rangen die Sozialpartner heftig um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag. Hunderte von Baustellen wurden bestreikt, bis der Vertrag endlich besiegelt war. Ein zentraler Knackpunkt war das seit 2003 geltende System der Frühpensionierungen, unter dem die Bauarbeiter ab 60 ohne finanzielle Einbusse in Rente gehen können.

Gleich wie bei der AHV schrumpfen in der sozialpartnerschaftlichen Stiftung zur Finanzierung der Frühpensionierungen die Mittel, weil mehr Arbeiter in Rente gehen, als neue Beitragszahler hinzukommen. Die 2015 ausgehandelte Beitragserhöhung hat das Problem der Unterdeckung nur minimal und nur vorübergehend entschärft. Deshalb kommt es jetzt in den Verhandlungen für den neuen GAV wieder auf den Tisch. Es ist in der Zwischenzeit noch ein Stück grösser geworden. Während der Zentralpräsident der Baumeister, Gian-Luca Lardi, seinen Mitgliedern vor bald drei Jahren für die Zukunft keine weiteren Beitragserhöhungen mehr versprochen hatte, gilt bei den Gewerkschaften ein Leistungsabbau beziehungsweise eine Erhöhung des Rentenalters als rote Linie.

Einen Teil der Rechnung liess sich die Bauwirtschaft bislang durch Versicherte aus anderen Branchen finanzieren, wo auch keine hohen Löhne bezahlt werden. Das will die BVG-Auffangeinrichtung nun abstellen. Sie ist so etwas wie die Generalunternehmerin des Frühpensionierungssystems des Baugewerbes, und sie erhöht so den Druck auf die Sozialpartner, eine Lösung zu finden. So verhalten sich Generalunternehmer, wenn am Bau gepfuscht wird.

Daniel Zulauf

daniel.zulauf@luzernerzeitung.ch

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