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Für Anleger ist Geduld gefragt

Börsenspiegel
Alessandro Fezzi, LGT Bank Schweiz

Mehr oder weniger erfolgreich versuchen sich die Kapitalmärkte derzeit den latent anhaltenden Unsicherheitsfaktoren zu entziehen. Während die aggressive Pokerpolitik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump den globalen Handel neu ordnen will, sorgt der Brexit und die vage Haltung der US-Notenbank Fed sowie der sich eintrübende Konjunkturhorizont für kontinuierliche Unruhe.

Nach der fulminanten Erholung an den Aktienbörsen zu ­Beginn des Jahres warten viele Anleger nun geduldig auf einen erhofften Durchbruch bei den laufenden Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Die beiden Parteien haben sich noch bis zum 1. März Zeit gegeben, um eine Einigung zu erzielen. Kommt es bis dahin zu keiner Einigung, droht US-Präsident Donald Trump mit zusätzlichen Strafzöllen. Derzeit scheint allerdings ein Aufschub wahrscheinlich, denn Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping brauchen einen «Deal», den sie als grossen politischen Erfolg verbuchen können. Sobald ein Treffen der beiden Staatsoberhäupter publik wird, darf dies als klares Zeichen für eine bevorstehende Einigung gedeutet werden.

Brexit-Gefahren schwer einzuschätzen

Auch der Brexit-Streit auf der Insel scheint in eine Verlängerung zu gehen. Die britische Premierministerin Theresa May sieht sich nach wie vor mit erbittertem Widerstand zu der Frage konfrontiert, wie der EU-Austritt am 29. März eigentlich noch geordnet vonstatten gehen soll. Die Gefahr eines ungeordneten Brexits wird unterdessen immer wahrscheinlicher, und die effektiven Konsequenzen bleiben schwer abzuschätzen.

Geldpolitischer Kurs der Fed noch offen

Die US-Notenbank unterstrich jüngst ihre vorsichtige Haltung, wobei innerhalb des Notenbankgremiums (FOMC) derzeit kein Konsens über den weiteren geldpolitischen Kurs in diesem Jahr besteht. Einige Ratsmitglieder wollen die Zinsen nur dann weiter anheben, wenn auch die Inflation anzieht. Andere nennen eine anhaltend solide Konjunktur als Grund für weitere Zinsanhebungen.

Zusätzlich verstärken sich ­inzwischen die Anzeichen einer Abkühlung der Weltkonjunktur. Nicht nur in den USA und China haben sich in letzter Zeit durchzogene Wirtschaftsdaten gemehrt. Vor allem auch in Europa hat sich der Ausblick eingetrübt. Dies bestätigt die aktuelle Ifo-Umfrage, wonach das deutsche Geschäftsklima derzeit so schlecht ist wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr.

Angesichts der genannten Unsicherheitsfaktoren ist Geduld gefragt. Das Umfeld für die Aktienmärkte bleibt grundsätzlich in Takt. Die LGT bleibt in ihrer Vermögensallokation aus taktischer Sicht übergewichtet in Aktien und rät dazu, den Fokus auf qualitative und liquide Vermögenswerte zu setzen.

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