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Fusion der Bahnbauer: Wettbewerb in vollen Zügen

Thomas Griesser Kym zum Zusammengehen von Siemens und Alstom.
Thomas Griesser Kym
Thomas Griesser.

Thomas Griesser.

Mit grenzüberschreitenden Fusionen in Europa ist das so eine Sache. Einen «europäischen Champion» schmieden, da sind jeweils viele dafür. Aber die Regierungen reden oft ein gewichtiges Wort mit, denn zu zentral ist der Erhalt von Arbeitsplätzen im eigenen Land, als dass man die Kontrolle über Veränderungen allein den Marktkräften überlassen will. Darum ist schon so manches Fusionsvorhaben gescheitert, gerade auch zwischen Deutschland und Frankreich.

Doch stets, wenn der Druck steigt, geht es rasch. Das war so vor einigen Monaten, als Opel, von General Motors fallen gelassen wie eine heisse Kartoffel, von Peugeot-Citroën übernommen wurde. Und das ist jetzt so, da Alstom und Siemens ihre Bahnsparten vereinen wollen, um schlagkräftiger zu werden im Kampf gegen den chinesischen Staatskoloss CRRC, der vehement auch in den euro­päischen Markt eindringt.

Die Wachstums- und Renditeziele von Siemens Alstom sind ehrgeizig. Noch ist das neue Gebilde kein «europäischer Champion», sondern einfach ein Schwergewicht. Und Schwergewichte tendieren oft zur Schwerfälligkeit. Ausserdem stehen Restrukturierungen an sowie die Verschmelzung der unterschiedlichen Firmenkulturen. Gut möglich, dass dies eine Chance ist für den wendigen und innovativen Schweizer Schienenfahrzeugbauer Stadler, solange Deutsche und Fran­zosen in erster Linie mit sich selber beschäftigt sind.

Doch auch für Stadler gilt: Es herrscht beinharter Wettbewerb in vollen Zügen. Und kommt Siemens Alstom wie geplant in die Gänge und CRRC auf seinem Vormarsch weiter forsch voran, dann wird der Kampf um Aufträge noch härter.

Thomas Griesser Kym

wirtschaft@luzernerzeitung.ch

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