Gantenbein will doch nicht Raiffeisen-Verwaltungsratspräsident werden

Ein weiterer Rückzug bei Raiffeisen. Der Interimspräsident will das Amt nicht definitiv übernehmen und in keinen «Wahlkampf» verwickelt werden.

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Pascal Gantenbein stellt sich für das Amt des Raiffeisen-Verwaltungsratspräsidenten doch nicht zur Verfügung (Archivbild). (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/DAVIDE AGOSTA)

Pascal Gantenbein stellt sich für das Amt des Raiffeisen-Verwaltungsratspräsidenten doch nicht zur Verfügung (Archivbild). (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/DAVIDE AGOSTA)

Pascal Gantenbein will nun doch nicht mehr Verwaltungsratspräsident von Raiffeisen Schweiz werden: Das gab die Bankengruppe am Donnerstagabend in einer Mitteilung bekannt. Erst an der Delegiertenversammlung im Juni 2018 hatte Gantenbein angekündigt, sich für das Amt zur Verfügung stellen zu wollen.

Zu den Gründen seines Rückzugs sagt Gantenbein gegenüber der NZZ, «damit soll Raiffeisen wieder Handlungsfreiheit bekommen und nicht in einen von den Medien herbeigeredeten Wahlkampf verwickelt werden.»

Und weiter erklärte Gantenbein: «Wir haben in der Gruppe einen Erneuerungsprozess in Gang gesetzt, und ich möchte diesen zu Ende führen, ohne selber in einem Interessenkonflikt zu stehen. Es soll Ruhe in das Unternehmen einkehren.»

Im November an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung und vor allem in deren Vorfeld solle es nicht zu einem medialen Showdown kommen, sondern «es soll ein Präsident gewählt werden können, auf den sich der Verwaltungsrat und die Delegierten in einem geordneten Prozess geeinigt haben», sagt Gantenbein im NZZ-Interview.  Er stehe als Vizepräsident weiter zur Verfügung

(sda/mbe)