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Die ehemalige Swissair-Tochter Gategroup erhält neue Eigentümer

Die hochverschuldete chinesische HNA verkauft den Airline-Caterer an asiatische Finanzinvestoren.
Daniel Zulauf
Gategroup zählte einst zu den Swissair-Töchtern. (Bild: Christian Beutler)

Gategroup zählte einst zu den Swissair-Töchtern. (Bild: Christian Beutler)

Der Schweizer Airline-Caterer Gategroup gelangt in neue Hände. Die chinesische HNA-Gruppe verkauft ihre Anteile an zwei asiatische Finanzinvestoren, die der hoch verschuldeten Verkäuferin bereits im Juli 2018 mit der Zeichnung einer fünfjährigen Wandelanleihe zu Hilfe geeilt waren. Bei den neuen Besitzern der ehemaligen Swissair-Gesellschaft handelt es sich um den Singapurer Staatsfonds Temasek und um den Finanzinvestor RRJ Capital.

Zum Preis der Transaktion machten die involvierten Parteien keine Angaben. HNA wollte Gategroup schon im Frühjahr 2018 über einen Börsengang verkaufen. Doch der angestrebte Erlös von 2,6 Milliarden Franken liess sich nicht realisieren. RRJ-Gründer Richard Ong erklärt die Investition in einer Medienmitteilung als «natürlichen nächsten Schritt» nach dem ersten finanziellen Engagement im vergangenen Jahr. Gategroup habe bei der Umsetzung der Strategie «Gateway 2020» grosse Fortschritte erzielt und man freue sich darauf, die Firma in ihren Wachstumsambitionen zu unterstützten.

Gategroup-CEO Xavier Rossinyol zeigt sich in der gleichen Mitteilung «absolut begeistert» von seinen neuen Aktionären, die den Wert und das Wachstumspotenzial des Unternehmens erkannt hätten. Für Rossinyol und sein Management-Team dürfte der Verkauf auch privat ein äusserst lukratives Geschäft werden.

Noch zwei Swissair-Töchter stehen zum Verkauf

Die Führungsriege von Gategroup ist im Besitzt von 1,1 Millionen sogenannten «Phantom-Aktien», deren Wert mit der Steigerung des Firmenwertes zunimmt. Dieser wird im aktuellen Geschäftsbericht mit 113 Franken pro Stück beziffert. Die Titel können nach einem Kontrollwechsel sofort in Bares umgetauscht werden. Wobei der Ausübungspreis abhängig von der Höhe des von den neuen Investoren bezahlten Kaufpreises ist. Wie Manager nebst dem sechsköpfigen Executive Board auch nach an dem Phantom-Programm beteiligt sind ist nicht bekannt.

Aufgrund des Prospektes den HNA 2018 im Vorfeld des misslungenen Börsenganges an interessierte Investoren verteilt hatte ist zu vermuten, dass rund die Hälfte der Anwartschaften den sechs Top-Leuten vorbehalten sind. Mit der in der Gepäckabfertigung tätigen Swissport und der in der Flugzeugwartung tätigen SR Technics besitzt HNA noch zwei weitere ehemalige Swissair-Betriebe. Auch diese stehen zum Verkauf. HNA war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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