Genügend Geld für Investitionen

Die Finanzausstattung der Einwohnergemeinde ist sehr solide, was die Rechnung 2008 dokumentiert. Bei einem Gesamtvolumen von 13,65 Millionen Franken erreichten die Steuereinnahmen 8,63 Millionen und blieben damit fast auf Vorjahresniveau.

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Aargauer Zeitung

Peter Rombach

Trotz der Steuerfusssenkung von 105 auf 98 Prozent stellte sich ein Gewinn von 3,45 Millionen Franken ein. 1,2 Millionen dienten der Ausfinanzierung der Aargauischen Pensionskasse, 1,5 Millionen wurden als zusätzliche Abschreibungen verbucht. Weitere 709 647 Franken landeten auf dem Eigenkapitalkonto, das nun 3 Millionen aufweist und als Polster für schlechtere Zeiten gedacht ist. Die Einkommmens- und Vermögenssteuern machten mit 5,89 Millionen den grössten Brocken aus. Die Quellensteuern erreichten 1,64 Millionen, die Aktiensteuern sanken leicht auf rund 1 Million Franken.

Geld für Generationen-Campus

Die Gemeinde kann es sich leisten, weiter zu investieren. Über den Generationen-Campus Zentrum Dorf wird schon geraume Zeit diskutiert. Um voranzukommen, beantragt der Gemeinderat an der Versammlung der Einwohnergemeinde am 5. Juni einen Projektierungskredit über 550 000 Franken. Vorgesehen ist der Bau von 25 altersgerechten Wohnungen, verbunden mit Laubengängen, einem Innenhof und Restaurants sowie einer Ladenzeile. «Auf dem Rheinfelsareal soll ein Ort der Begegnung entstehen, unterstrich Vizeammann Hugo Sacher. «Die Leute warten jetzt auf den nächsten Schritt.»

Weil die vor geraumer Zeit gegründete Genossenschaft das erforderliche Eigenkapital noch nicht beisammen hat, ist vorgesehen, dass die Einwohnergemeinde als Bauherrin auftritt und das gesamte Projekt realisiert. Laut Gemeindeammann Hansueli Bühler gibt es derzeit 74 Genossen mit Anteilscheinen über rund 839 000 Franken. Die Kostenschätzungen belaufen sich auf total 13,2 Millionen Franken; allein die Wohnungen sind mit knapp 8,5 Millionen und der Restaurantbereich mit rund 3 Millionen budgetiert. Hinzu kommen noch ein Begegnungsraum für 911 000 sowie eine Parkanlage für rund 240 000 Franken.

Wie Gemeindeammann Bühler andeutete, werde bei Zustimmung zum Projektierungskredit der entsprechende Ausführungskredit an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im Frühling 2010 beantragt.

Neues Garderobengebäude

Weil es der Gemeinde gut geht, kann auch darüber nachgedacht werden, im Sportzentrum Bustelbach ein modernes Garderobengebäude zu errichten, denn die bisherige Anlage auf einem Novartis-Grundstück ist viel zu klein und sanierungsbedürftig. Der Kostenvoranschlag liegt bei 2,6 Millionen Franken. Vizeammann Sacher berichtete, dass im Untergeschoss acht Garderobeeinheiten mit vier Duschräumen sowie WC-Anlagen entstehen. Im Erdgeschoss sind nochmals zwei Garderoben, Büro- und Lagerräume sowie ein grösserer Klubraum für den FC Stein angedacht, der rund 150 Nachwuchskicker betreut und einen Spielbetrieb mit 17 Mannschaften hat.

Wie es sich für eine Energiestadt gehört, kommt natürlich eine Solaranlage aufs Dach, um damit Warmwasser zu erzeugen. Die Bauausführung im Minergiestandard gehört ebenfalls zur Selbstverständlichkeit.