Gericht lehnt externe Sonderprüfung beim Tourismusanbieter Hapimag ab

Nun soll an der diesjährigen GV ein Antrag für eine freiwillige, unabhängige Prüfung zu bestimmten Themenkreisen gestellt werden.

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Hapimag Ferienwohnung in Hamburg.

Hapimag Ferienwohnung in Hamburg. 

Bild: PD

(cg)  Ein Gericht hat die Durchführung einer externen Sonderprüfung beim Zuger Tourismusunternehmen Hapimag abgelehnt. Eine deutliche Mehrheit der Aktionäre hatte dieser an der Generalversammlung (GV) 2018 zugestimmt. Diverse Fragen sollten so geklärt werden. Unter anderem ärgerten sich Vertreter der kritischen Aktionärsvereinigung Hapimag Ferienclub für Aktionäre (HFA)darüber, dass Hapimag Resorts zu günstig verkauft habe.

Stimmt die GV einem Antrag zur externen Sonderprüfung zu, hat die Gesellschaft oder jeder einzelne Aktionär die Möglichkeit, innerhalb von 30 Tagen den Richter um Einsetzung eines Sonderprüfers zu ersuchen. Diesem muss glaubhaft gemacht werden, dass die Organe der Gesellschaft das Gesetz oder die Statuten verletzt und dadurch die Gesellschaft oder die Aktionäre geschädigt haben.

Enttäuschung über den Entscheid

Vom aktuellen Entscheid des Gerichts zeigt sich Frank Dorner, Obmann des HFA, enttäuscht: «Der Fragenkatalog, den wir an der GV eingereicht hatten, erzielte eine ausreichende Mehrheit. Für uns ist es schwer verständlich, dass ein Schweizer Richter die Sonderprüfung dennoch ablehnt.» Der HFA verzichte aber auf weitere rechtliche Schritte, da Hapimag in der Zwischenzeit transparenter geführt werde. Laut Philipp Ries, Hapimag-Verwaltungsratspräsident ad interim, hat man sich mit dem HFA darauf geeinigt, einen Antrag an der diesjährigen GV für eine freiwillige, unabhängige Prüfung zu bestimmten Themenkreisen zu unterstützen.

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