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Interview

«Gericht muss die Klage abweisen»

Sollen Krankenkassen prämienwirksame Anreizsysteme für gesundheitsförderndes Verhalten bewirtschaften? Wir haben bei Felix Schneuwly, Head of Public Affairs bei Comparis nachgefragt.
Balz Bruder
Felix Schneuwly, Head of Public Affairs bei Comparis.

Felix Schneuwly, Head of Public Affairs bei Comparis.

Felix Schneuwly, gemäss einer Umfrage des Konsumentenschutzes lehnen 6 der 15 grössten Krankenversicherungen Bonusprogramme ab. Überrascht?

Nein, weil das Krankenversicherungsgesetz für die Grundversicherung hinsichtlich Prämienermässigung strenge Kriterien definiert.

Könnte es auch sein, dass die Krankenversicherer aus Angst vor Reaktionen wie im Fall Helsana auf Bonusprogramme verzichten?

Ja, obwohl Marketing mit derartigen ­Programmen besser ist als mit schlitzohriger Telefonwerbung oder dubiosen Maklern.

Welche Rolle spielt das ausstehende Urteil des Bundesverwaltungsgerichts über die Zulässigkeit von Bonusprogrammen?

Kein Gericht kann einem Unternehmen verbieten, einen Teil des Gewinns zu verschenken – auch nicht an Kunden einer Sozialversicherung, die etwas für ihre Gesundheit tun. Deshalb muss das Bundesverwaltungsgericht die Klage des Datenschutzbeauftragten abweisen.

Werden sich Bonusprogramme durchsetzen oder so rasch verschwinden, wie sie gekommen sind?

Im Gegenteil! Der technologische Fortschritt wird gesundheitsfördernden Programmen zum Durchbruch verhelfen. Je mehr wir über unsere Gesundheit und Krankheitsrisiken wissen, desto konsequenter müssen die Versicherer ihr Geschäftsmodell von der Risikoselektion zur Risikoreduktion verlagern – ohne dabei Kunden mit schlechten Genen zu bestrafen.

Was bedeutet das umgekehrt?

Wenn wir gesundheitsförderndes Verhalten nicht belohnen, wird die Solidarität leiden, weil Solidarität ohne Eigenverantwortung nicht funktioniert – Eigenverantwortung ohne Solidarität aber auch nicht.

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