Rechnung 2008
Geroldswil schliesst weit besser ab als erwartet

Dank höheren Steuererträgen aus den Vorjahren, geringeren Beitragsleistungen an Zweckverbände und rückläufigen Sozialhilfeleistungen steht Geroldswil finanziell gut da. Die Jahresrechnung 2008 weist einen Ertragsüberschuss von 1,23 Millionen Franken aus – das sind 2,11 Millionen mehr als budgetiert.

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Bettina Hamilton-Irvine

Der Geroldswiler Gemeinderat hat Grund zum Jubeln: Die Jahrsrechnung 2008 präsentiert sich höchst positiv. Bei einem Aufwand von rund 17,18 Millionen Franken und Erträgen von knapp 18,42 Millionen schliesst die Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von 1,23 Millionen Franken ab. Das sind 2,11 Millionen mehr als erwartet - im Voranschlag rechnete man noch mit einem Aufwandsüberschuss von 880 000 Franken.

Mehrerträge, Minderaufwendungen

Zu diesem positiven Resultat trugen unter anderem die Steuererträge aus den Vorjahren bei, welche höher als budgetiert ausfielen. Nebst höheren Steuereinnahmen von insgesamt rund 240 000 Franken trugen weitere Faktoren zum erfreulichen Abschluss bei: Die Mehrerträge aus den Grundstückgewinnsteuern betrugen 845 000 Franken, die Gewinnausschüttung der ZKB war 95 000 Franken höher als erwartet, die Kapitaldiensterträge waren als Folge der anhaltend hohen Liquidität 140 000 Franken höher und auch bei den Dienstleistungs- und Gebührenerträgen schnitt man um 100 000 Franken besser ab als budgetiert.

Auch hinsichtlich der Aufwendungen steht Geroldswil besser da als erwartet: Minderaufwendungen von rund 881 000 Franken sind auf geringere Beitragsleistungen an diverse Zweckverbände wie das Altersheim oder das Spital Limmattal zurückzuführen sowie auf weniger Personalaufwand, einen allgemein geringern Sachaufwand für Anschaffungen, Betriebsmaterial, Energiekosten und Unterhalt für Strassen und Liegenschaften sowie erneut rückläufige Sozialhilfeleistungen. Den Minderaufwendungen stehen Mehraufwendungen von 80 000 Franken für die Spitex, 75 000 für Ergänzungsleistungen und 32 000 für höhere Abschreibungen gegenüber.

Die Investitionsrechnung im Finanzvermögen schliesst mit Ausgaben von 4,8 Millionen Franken und Einnahmen von knapp 3,16 Millionen Franken mit Nettoinvestitionen von gut 4,49 Millionen ab. Etwas mehr als die Hälfte davon wurde für die Sanierung des Hallenbades, weitere rund 961 000 Franken für die Erweiterung der Sportanlage im Werd und etwas mehr als eine Million Franken für Werterhaltungsmassnahmen in den Bereichen Verwaltungsliegenschaft, Gemeindestrassen und Werkleitungen benötigt.

Eigenkapital von 11,38 Millionen

Die Investitionsrechnung im Finanzvermögen schliesst mit einem Zuwachs von 555 000 Franken ab. Dabei handelt es sich einerseits um Investitionen in die Zentrumsliegenschaft Hostellerie von 981 000 Franken und andererseits um Einnahmen von 426 000 Franken aus Überführungen von Landanteilen vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen für die Sportanlage im Werd.

Die Bilanz per 31. Dezember 2008 weist Aktiven und Passiven in der Höhe von gut 35,43 Millionen Franken aus. Dank dem Ertragsüberschuss beträgt das Eigenkapital gut 11,38 Millionen Franken.