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Geschäfte mit Iran wegen US-Bann bereits nicht mehr attraktiv

Die Freude auf gute Geschäfte von Schweizer Unternehmen mit dem 80-Millionen-Volk Iran ist nach der Aufhebung der Sanktionen nur von kurzer Dauer gewesen.
Blick in die Produktion der Stadler Rail in Bussnang Die Verhandlungen über einen möglichen Auftrag von 1,3 Milliarden mit dem Iran sind suspendiert worden. (Bild: Reto Martin).

Blick in die Produktion der Stadler Rail in Bussnang Die Verhandlungen über einen möglichen Auftrag von 1,3 Milliarden mit dem Iran sind suspendiert worden. (Bild: Reto Martin).

(sda/mbe) Der Iran wäre mit seinen mehr als 80 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ein interessanter Markt für Schweizer Unternehmen. Die Freude auf gute Geschäfte ist aber nach der Aufhebung der Sanktionen nur von kurzer Dauer gewesen. Nach der Ankündigung der US-Sanktionen ist vieles wieder in der Schwebe.

Noch im vergangenen März sprach die Verantwortliche für die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Livia Leu, von einem positiven Trend.

Nun hat sich das Blatt gewendet: Unternehmen, die mit dem Iran Geschäfte machen, riskieren einen Bann auf dem US-Markt. Höchstens für Nischenprodukte von Firmen, die nicht mit den USA Geschäfte machen, könnte es sich lohnen, mit dem Iran zu geschäften.

Beispiel Stadler Rail

Wie schwierig die Situation ist, zeigt das Beispiel von Stadler Rail. Die Thurgauer Firma hatte auf eine Ausschreibung von 960 U-Bahn-Waggons im Gesamtbetrag von 1,3 Milliarden Franken eine Offerte eingereicht und im vergangenen Februar diesbezüglich eine Absichtserklärung unterzeichnet, wie die Generalsekretärin der Firma, Marina Winder, der Agentur Keystone-SDA sagte.

Heute seien die Verhandlungen suspendiert. Zuerst müsse nun abgeklärt werden, inwiefern ein solcher Auftrag der iranischen Organisation für industrielle Entwicklung (IDRO) im Widerspruch zu den US-Sanktionen stünde.

200 Millionen Franken mehr im Jahr

Dabei haben sich die Wirtschaftsbeziehungen in den letzten Jahren nach dem brutalen Einbruch als Folge des Embargos wieder positiv entwickelt. Seit 2013 steigen die Exporte kontinuierlich an. Von 330 Millionen Franken sind sie bis im vergangenen Jahr auf nahezu 534 Millionen Franken angewachsen, wie den Aussenhandelszahlen zu entnehmen ist.

Hauptprodukte, die aus der Schweiz exportiert wurden, waren gemäss der Eidgenössischen Zollverwaltung jene aus dem Sektor Chemie und Pharma, sowie Maschinen, Uhren, Präzisionsinstrumente und -apparate.

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