GESCHÄFTSERGEBNIS: Forbo steigert Umsatz und Gewinn

Der Bodenbelags- und Förderbandhersteller konnte im letzten Jahr klar zulegen. Dabei profitierte das Baarer Unternehmen auch vom wachsenden Fitnessmarkt.

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Forbo-Verwaltungsratspräsident This E. Schneider (links) und CEO Stephan Bauer gestern in Zürich. Bild: Stefan Kaiser (7. März 2017)

Forbo-Verwaltungsratspräsident This E. Schneider (links) und CEO Stephan Bauer gestern in Zürich. Bild: Stefan Kaiser (7. März 2017)

Noch vor einem Jahr war die Stimmung etwas bedrückt an der Bilanzmedienkonferenz der Forbo-Gruppe im Hotel Savoy Baur en Ville in Zürich. Der starke Franken hatte das in Baar domizilierte Unternehme Umsatz und Gewinn gekostet. An der diesjährigen Pressekonferenz war die Stimmung hingegen gelöster und der starke Franken kein Thema mehr.

Das Industrieunternehmen kann fürs Jahr 2016 eine solide Umsatzentwicklung in seinen beiden Geschäftsfeldern Bodenbeläge sowie Antriebs- und Leichtfördertechnik vorweisen. Bei den Bodenbelägen nahm der Nettoumsatz um 3,4 Prozent in Lokalwährungen zu; bei der Antriebs- und Leichtfördertechnik in Lokalwährungen um 3,7 Prozent. Gerade in Wachstumsmärkten konnte das Unternehmen starke Akzente setzen und den Umsatz um 12,3 Prozent steigern. Die höchste Steigerung nach Regionen erzielte das Unternehmen in Asien mit 5,5 Prozent in Lokalwährungen. Der gesamte Nettoumsatz der Gruppe beträgt 1185,5 Millionen Franken. Eine Steigerung von 3,5 Prozent in Lokalwährungen im Vergleich zum Vorjahr. Das Betriebsergebnis der Gruppe (Ebit) stieg um 10,1 Prozent auf 157,2 Millionen Franken.

Viele neue Produkte lanciert

«Wir haben uns in einem anspruchsvollen Marktumfeld gut behauptet», kommentierte der Verwaltungsratspräsident This E. Schneider an der gestrigen Bilanzjahreskonferenz die Zahlen. Die Gründe für das gute Ergebnis seien Marktanteilsgewinne in wichtigen Marktsegmenten, attraktive Kollektionen, hochwertige Bandlösungen, der gezielte Ausbau der Vertriebsstrukturen in spezifischen Kundensegmenten und in Wachstumsmärkten und schliesslich die kontinuierlichen Optimierungen der globalen Prozesse.

Was Schneider angerissen hatte, führte der CEO Stephan Bauer dann noch detaillierter aus. Im Bereich der Bodenbeläge sei die Erholung der wichtigen Kernmärkte USA, Frankreich und Niederlande ein wichtiger Faktor für das gute Ergebnis, ebenso diverse neue Kollektionen. Unter anderem wurde die Linoleum-Kollektion des Unternehmens mit fünf neuen Designlinien runderneuert.

Im Bereich der Bodenbeläge hat die Gruppe auch eine neue Produktionsanlage für homogene Vinylbeläge in den Niederlanden in Betrieb genommen und eine neue Digitaldruckanlage in Frankreich installiert. Weiter hat sie auch eine lokale Gesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten gegründet, die als Basis für den Ausbau der Märkte im Nahen Osten dienen soll.

Neues Werk in China im Bau

Bei den Transport- und Produktionsbändern hat Forbo laut dem CEO ebenfalls innovative Neuheiten zu bieten, unter anderem eine neue Serie von Plastikmodulbändern, speziell für Produktions- und Verpackungsprozesse von kleinsten Produkten. Auch in diesem Sektor baut die Gruppe aus. Bei Schanghai wird derzeit ein neuer Produktionsstandort aufgebaut, der ab Mitte 2018 in Betrieb genommen werden soll. Wie viel dieser kostet, wollten die Verantwortlichen jedoch nicht verraten. Für die Generalversammlung wird eine Erhöhung der Dividende von 17 auf 19 Franken pro Aktie beantragt.

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch