GESUNDHEIT: Concordia 2013 mit ausgeglichenem Ergebnis

Der Krankenversicherer Concordia hat 2013 unter dem Strich ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftet. Die Grundversicherung war ein Verlustgeschäft. Dagegen waren die Zusatzversicherungen profitabel.

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Verantwortlich für die höheren Aufwände sind hauptsächlich die Spitalkosten und Leistungen der Arztpraxen (Bild: Keystone)

Verantwortlich für die höheren Aufwände sind hauptsächlich die Spitalkosten und Leistungen der Arztpraxen (Bild: Keystone)

Der Leistungsaufwand des Versicherers mit Sitz in Luzern erhöhte sich um 6,9 Prozent oder 140,2 Mio. Franken auf 2,2 Mrd. Franken. Der Aufwand stieg damit deutlich stärker an als die verdienten Prämien. Diese legten um 1,2 Prozent oder 28,1 Mio. Franken auf 2,4 Mrd. Franken zu. Die Zahl der Versicherten stieg um 4000 leicht an auf 752'000 Personen.

Verantwortlich für die höheren Aufwände seien hauptsächlich die Spitalkosten und Leistungen der Arztpraxen, heisst es im am Dienstag veröffentlichen Geschäftsbericht der Concordia.

Im Bereich der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und der Taggeldversicherung erlitt Concordia einen Verlust von 32,8 Mio. Franken. Die Leistungskosten seien mit 7,1 Prozent viel stärker gestiegen als die verdienten Prämien mit 1,5 Prozent, teilte Concordia mit. Zudem ging die Zahl der Versicherten in diesem Bereich um 0,4 Prozent auf 568'625 zurück.

Der Verlust werde mit einem Abbau von Reserven kompensiert, schreibt Concordia. Diese würden mit 391 (-7,9 Prozent) Mio. Franken immer noch deutlich über den aufsichtsrechtlichen Solvenzanforderungen liegen.

Prämien zu tief angesetzt

Da es verboten sei, Dividenden auszuschütten, sei ein Verlust die einzige Möglichkeit, Reserven abzubauen, teilte eine Concordia-Sprecherin auf Anfrage mit. Die Prämien seien gezielt weniger stark erhöht wurden, als es die erwartete Teuerung erfordert hätte.

Trotz ebenfalls gestiegener ausbezahlter Leistungen resultierte bei den Zusatzversicherungen ein Gewinn von 46 Mio. Franken. Als nicht gewinnorientiertes Unternehmen gibt Concordia im laufenden Jahr 41 Mio. Franken an ihre Versicherte in Form von Prämiensenkungen zurück.

Im Bereich der Kapitalanlagen erzielte das Unternehmen ein positives Ergebnis von 59,6 Mio. Franken. Das gesamte Eigenkapital betrug Ende 2013 616,2 Mio. Franken.

Das Unternehmen verfüge über alle notwendigen Rückstellungen, um den finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Kunden jederzeit nachzukommen, schreibt Concordia. So starte der Versicherer bei finanziell «bester Gesundheit» in sein 100. Geschäftsjahr.

sda