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Glencore beklagt im Jahr 2018 mehr Todesfälle

Im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht weist der Rohstoffkonzern Glencore aus, wie viele Mitarbeiter in den Minen ihr Leben verloren. Diese Zahl nahm 2018 zu. Bei den CO2-Emissionen zeigt sich ein geteiltes Bild.
Livio Brandenberg
Der Rohstoffkonzern hatte 2018 eine steigende Zahl an Todesfällen zu beklagen. (Bild: Urs Flüeler/Keystone)

Der Rohstoffkonzern hatte 2018 eine steigende Zahl an Todesfällen zu beklagen. (Bild: Urs Flüeler/Keystone)

Zum neunten Mal veröffentlichte Glencore am Montag seinen Nachhaltigkeitsbericht. Darin weist der Baarer Rohstoffkonzern mit Kotierung in London ein Bouquet an Zahlen in verschiedenen Kategorien für das Jahr 2018 aus. Als Highlight streicht Glencore heraus, dass man die direkten CO2-Emissionen und jene aus bezogener Energie im vergangenen Jahr um 9 Prozent reduziert habe. Weiter schreibt Glencore, die genauen Zahlen zu den im Rahmen des Paris-Abkommens gesetzten Zielen würden erst per Ende 2020 ermittelt. Doch: Man sei «auf Kurs», das Ziel zu erreichen. Glencore hatte sich vorgenommen, bis 2020 den CO2-Ausstoss verglichen mit 2016 um mindestens 5 Prozent zu senken.

Interessant an den ausgewiesenen CO2-Werten sei, dass die Summe der übrigen CO2-Emissionen und weiteren Treibhausgasen von Glencore 0,6 Prozent der globalen Emissionen ausmache und rund siebenmal grösser sei als die direkten CO2-Emissionen der Schweiz, sagt Phanos Hadjikyriakou von der Klima-Research- und Beratungsfirma Carbon Delta. Daran sei erkennbar, wie gross die Verantwortung von Glencore und anderen vergleichbar grossen Konzernen bei der Reduzierung von Treibhausgasemissionen sei. Unter die übrigen fallen sämtliche Emissionen, die durch die Unternehmenstätigkeit verursacht werden, aber nicht unter der Kontrolle der Firma stehen, etwa bei Zulieferern, Dienstleistern oder Mitarbeitern.

Mehr Technologie und Sicherheitstrainings

Ein weiteres Thema, welches bei Glencore stets weit oben auf der Agenda steht, ist die Arbeitssicherheit und Gesundheit von Mitarbeitenden. Als Errungenschaft weist der Konzern im Bericht darauf hin, dass die Zahl jener Personen, die wegen ihrer Arbeit bei Glencore an einer Berufskrankheit leiden, in den letzten Jahren stetig zurückgegangen sei. Im letzten Jahr erkrankten demnach 32 Mitarbeitende aufgrund ihrer Tätigkeit bei Glencore, nach 46 im Jahr 2017.

Weniger positiv tönt es bei den Todesfällen. Man sei «zutiefst betroffen», schreibt CEO Ivan Glasenberg, 13 Todesfälle für das Jahr 2018 vermelden zu müssen; 2017 waren es noch neun Personen, die während der Arbeit ihr Leben verloren. Und gemäss Glasenberg hat es in diesem Jahr bereits weitere acht Todesfälle gegeben. Um die Sicherheit zu erhöhen, investiere man in Technologie – etwa Systeme zur Kollisionsverhinderung von Fahrzeugen – oder auch verstärkt in Sicherheitstrainings, sagt Sprecherin Sarah Antenore. Wie genau Mitarbeitende in den Anlagen tödlich verunfallen, macht Glencore nicht öffentlich.

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