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Glencore fördert mehr Kohle

Glencore hat im laufenden Jahr gleich viel Rohstoffe gefördert wie im Vorjahr. Nur bei Kupfer und Nickel sank die Produktion.

(sda) Der Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore hat im laufenden Jahr bei den meisten Rohstoffen mehr oder gleich viel wie im Vorjahr gefördert. Nur bei Kupfer und Nickel sanken die Produktionsmengen. Beim Kupfer ging der Abbau in den ersten drei Monaten um 7 Prozent auf 320'700 Tonnen zurück. Überschwemmungen im australischen Queensland, Sicherheits-Produktionsstopps und Ausfälle in Hütten in der Mopani-Mine in Sambia sowie die Erschöpfung und der Verkauf von anderen Minen bremsten die Produktion, wie Glencore gestern in seinem Produktionsbericht mitteilte. Beim Nickel liessen ungünstige Wetterbedingungen in Kanada und Wartungsarbeiten die Produktion um 10 Prozent auf 27'100 Tonnen sinken.

Glencore hatte bei der Präsentation des Jahresergebnisses 2018 im Februar eine Beschleunigung der Förderung in Aussicht gestellt, wobei neben Kohle insbesondere Kupfer, Zink und Nickel als wichtige Ertragsquellen ausgemacht wurden. Für das Gesamtjahr korrigierte Glencore nun seine Produktionsprognosen für Kupfer und Nickel nach unten. Bei beiden erwartet der Konzern neu eher eine Menge nur knapp über dem Vorjahresniveau anstatt deutlich darüber.

Mehr Kobalt aus der Katanga-Mine

Unverändert dagegen bleibt der erwartete Produktionsanstieg bei der Kohleproduktion. Diese war im ersten Quartal dank Zukäufen und Verbesserungen bei einer früheren Problemmine um 8 Prozent auf 33,2 Millionen Tonnen gestiegen.

Die Kobaltproduktion zog um 56 Prozent auf 10'900 Tonnen an. Allerdings stammten 3500 der 3900 zusätzlich geförderten Tonnen aus der Katanga-Mine, die das geförderte Kobalt im ersten Quartal nicht verkaufen durfte. Grund dafür sind Exportbeschränkungen aufgrund des ausserordentlich hohen Uranium-Anteils im Kobalt. Im April sei Katanga allerdings erlaubt worden, gewisse Mengen in Übereinstimmung mit den erforderlichen Vorgaben zu verkaufen. Die Zinkproduktion fiel mit 262'300 Tonnen um 8 Prozent höher aus als im Vergleichsquartal. Ferrochrom (402'000 Tonnen) und Ölförderung (11 Millionen Barrels) dagegen bewegten sich auf Vorjahresniveau.

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